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Die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamts befindet sich an der Wessobrunner Straße. Wenn es nach der Stadt geht, soll sie ausgelagert werden.

„Das ist einfach der falsche Standort“  

Stadt Weilheim drängt auf Bauhof-Auslagerung 

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Freie Straßen im Winter fordern ihren Tribut: Das Staatliche Bauamt will für seine Straßenmeisterei an der Ammer in Weilheim eine riesige Salzhalle bauen. Doch die Stadt drängt darauf, dass der ganze Bauhof ausgelagert wird.

Weilheim– Die Ausmaße der geplanten neuen Salzhalle auf dem Grundstück der Straßenmeisterei an der Wessobrunner Straße 1 sind gewaltig: 30 auf 20 Meter soll der Neubau anstelle des bisherigen Bauriegels im südlichen Bereich des Areals messen, die Firsthöhe 11,66 Meter betragen. Dazu kämen drei Salzsilos neben der Halle sowie eine Müll- und Entsorgungsstation. „Das ist ein Mordbauwerk“, sagte Bürgermeister Markus Loth (BfW) vergangenen Dienstag bei der Beratung des Antrags im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrats.

Doch es sind weniger die Ausmaße des geplanten Neubaus, welche die Stadt stören, es ist der generelle Standort der Straßenmeisterei. Das Staatliche Bauamt sollte „ernsthaft über eine Auslagerung nachdenken“, befand Loth: „Nachhaltig ist das nicht, ein Salzlager mitten in der Stadt zu haben.“ Angesichts der Verwertbarkeit dieses Grundstücks wäre ein Neubau an anderer Stelle problemlos refinanzierbar, so Weilheims Rathaus-Chef weiter: „Da kann man auch entsprechendes Baurecht schaffen.“

„Knackpunkt“ des Salzlagers am bisherigen Standort sei die Be- und Entladung der Räumfahrzeuge in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, erklärte Manfred Stork, der Leiter der Bauverwaltung im Weilheimer Rathaus. Es sei zu befürchten, dass es gegenüber der jetzigen Situation „erhebliche Lärmbelästigungen“ für die Anwohner gebe, so Stork. Und Anwohner gibt es einige: Westlich grenzt direkt ein Wohngebiet an die Straßenmeisterei an, und auch südlich des Bauhofgeländes bestehe Baurecht für Wohnhäuser, wie im Ausschuss betont wurde.

Aus der „direkt westlich angrenzenden Wohnbebauung“ – so das Stadtbauamt – liegen dem Rathaus auch schon Einwendungen gegen das Bauvorhaben des Freistaats vor. Stadtrat Alfred Honisch dankte dafür ausdrücklich: Würde sich nicht ein betroffener Bürger „entsprechend einsetzen“, sagte der Grünen-Sprecher, „wäre das für uns wohl gar nicht so sehr Thema“.

Für die Bauausschuss-Mitglieder steht fest: Das Staatliche Bauamt müsse, sollte es an den Plänen festhalten, in jedem Fall ein Lärmschutzgutachten erstellen lassen. Auch der Gewässerschutz sei angesichts der Nähe zur Ammer zu berücksichtigen, betonte Michael Lorbacher (SPD); laut Brigitte Holeczek (BfW) müsste sich deshalb auch das Wasserwirtschaftsamt zu dem Vorhaben äußern. Und Alfred Honisch plädierte dafür, die Regierung von Oberbayern einzuschalten.

Vor allem aber müsse man versuchen, dass die Straßenmeisterei ausgelagert wird: Diesem Ansatz räumte der Bauausschuss in seinem einmütigen Beschluss „erste Priorität“ ein. „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, dass dieser Bauhof an den Stadtrand kommt“, sagte Rupert Pentenrieder (BfW) – so, wie es die Stadt mit der Auslagerung der Stadtwerke vorgemacht habe. BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl ging noch etwas weiter: „Man muss darüber nachdenken, ob ein anderer Standort für die Straßenmeisterei überhaupt in Weilheim sein müsste.“ Denn diese sei ja für einen viel größeren Bereich zuständig. Mit Salz, das bisher in Weilheim lagert, würden Straßen bis nach Garmisch-Partenkirchen versorgt, konkretisierte Bürgermeister Loth.

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