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Die Verleihung des Goldenen Ehrenrings der Stadt Weilheim an Regionalbischof Axel Piper (hier mit Ehefrau Sabine) im Mai 2019 im Stadttheater war eines der Ereignisse, an das Bürgermeister Markus Loth (r.) in seinem Jahresrückblick erinnerte.

Weilheims Bürgermeister: „Die Haushaltslage wird schwieriger“

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Auf ein Jahr der Investitionen blickte Bürgermeister Markus Loth in der Jahresabschluss-Sitzung des Stadtrates zurück. Zugleich muss Weilheim ein starkes Minus bei der Gewerbesteuer verkraften. Fazit: „Die Haushaltslage wird schwieriger.“

Weilheim – Weilheim wächst, das galt auch 2019. Allerdings ist der Einwohnerzuwachs aktuell geringer als oft vermutet oder behauptet wird: Zum Stichtag 1. Dezember hatte Weilheim genau 23 205 Einwohner, wie Bürgermeister Markus Loth (BfW) in seinem Jahresrückblick sagte. Das sind 81 Einwohner mehr als ein Jahr zuvor – ein Zuwachs von 0,35 Prozent.

Weilheims Einwohnerzahl stieg nur um 0,35 Prozent

Die Vergleichszahl nannte Loth in seiner Rede nicht. Er sagte: „Da es sich hier gut leben lässt, hat die Stadt stetigen Zuwachs“ – und fügte an: „Mehr Einwohner bedeuten aber nicht gleichzeitig mehr Einnahmen für das Stadtsäckel.“ Bei der Gewerbesteuer traf Weilheim heuer „ein Einbruch in Höhe von über 2,1 Millionen Euro“ (wir berichteten). „Damit fehlen wichtige Einnahmen, die zur Finanzierung von Investitionen gebraucht werden“, so der Rathaus-Chef: „Die Haushaltslage wird schwieriger.“

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Dennoch hat die Stadt 2019 „fleißig investiert“, wie Loth sagte – etwa in den neuen Busbahnhof sowie weitere Betreuungsplätze für Kinder. Zahlreiche Projekte werden laut Loth 2020 zum Abschluss kommen: So nehme im Frühjahr das neue „Kinderhaus an der Ammer“ (Träger: BRK Starnberg) seinen Betrieb auf, und beim Naturfreundehaus werde ein Waldkindergartenwagen aufgestellt, betrieben von der „Kinderhilfe Oberland“. Ebenfalls im Frühjahr werde die Erschließung des Gewerbegebietes Achalaich und im Sommer die seit 2017 laufende Sanierung der Ammerschule abgeschlossen sein.

Zahlreiche Vorhaben für 2020

Als weitere Vorhaben für 2020 nannte Loth die Schaffung „naturnaher Themenspielplätze“ in den neuen Wohngebieten am Gögerl, Hardtfeld und Prälatenweg, den Umbau des Spielplatzes an der Ammer/Huosiring zum Inklusions-Spielplatz und den „Spiel-Erlebnisweg Marnbach-Deutenhausen“. Am Dietlhofer See werden die Stege saniert, die Stadtwerke wollen die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED abschließen, auch das Maßnahmenkonzept in Sachen „barrierefreies Weilheim“ stehe in Kürze. Bereits ab 2. Januar ist die Nutzung des Stadtbusses für alle kostenfrei. Und dann ist da noch das wohl meist diskutierte Thema: Für Februar ist die Bürgerbefragung zur Umfahrung angekündigt.

In seinem Rückblick auf 2019 hob Loth auch den Breitbandausbau, die Einrichtung der Sicherheitswacht, die Eröffnung des „Pöltner Hofs“ und die Einweihung der Grünanlage „Am Riss“, den 1. Weilheimer Kita-Fachtag, die Schaffung einer Sportanlage am Jugendhaus „Come In“, die Aufnahme Weilheims in die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ sowie eine Rekordschülerzahl an der Musikschule (1280, davon 925 in Weilheim) hervor.

Neuer Ausschuss für Klimafragen

Zwei Machbarkeitsstudien, die die Stadt 2019 erstellen ließ – für die Erweiterung der Mittelschul-Turnhalle und die Sanierung der Obdachlosenunterkunft Töllern – werden wohl erst in den kommenden Jahren relevant. Hingegen soll das Projekt „klimaschützende Stadt“ ab sofort Dauerthema sein: Bereits Mitte Januar werde der neue Ausschuss für Klimafragen erstmalig einberufen.

Auch dabei gilt, was Loth am Ende der Sitzung mit Blick auf den Wahlkampf anmerkte: „Bürgermeister und Stadträte kommen und gehen – Weilheim bleibt!“

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