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Großtagespflege für Kinder statt Werkraum für Senioren: Dort, wo bislang Bewohner des Bürgerheims basteln und töpfern, können ab Oktober 16 Kinder betreut werden. Verwaltungsleiterin Sabine Clukas zeigt einige der Bastelarbeiten, die irgendwie an Kinder erinnern.

Weilheim schafft neue Kita-Plätze – querbeet

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Weilheim - In Weilheim fehlen Krippen- und Kindergartenplätze. Jetzt werden rund 45 zusätzliche geschaffen. Das ist aber nicht so einfach, und es kostet viel Geld.

In Weilheim gibt es wieder mehr Kinder, das freut die Stadt. Anderseits stellt sie dies auch vor Probleme: Es fehlen Krippen- und Kindergartenplätze. Jetzt werden rund 45 zusätzliche geschaffen. Das aber ist nicht so einfach, und es kostet viel Geld.

Dass es ab dem kommenden Kindergartenjahr im September eng werden könnte bei den Betreuungsplätzen in den Kindertagesstätten (Kitas) zeichnete sich laut Karin Groß, Hauptamtsleiterin im Rathaus, bereits im vergangenen Sommer ab. Zumindest für eine Krippengruppe schien, wie Groß in der Juli-Sitzung des Hauptausschusses sagte, schnell eine Lösung gefunden zu sein: Die „Kinderhilfe Oberland“ wollte eine solche ab Herbst 2015 in ihren Räumen in Polling einrichten, doch das Vorhaben platzte. Grund: Letztlich wurden nur sechs Buben und Mädchen angemeldet, und die noch mit verschiedenen Betreuungszeiten.

Knapp zehn Monate später nach Abschluss der Anmeldungen standen mehr als 50 Kinder auf der Warteliste für einen Kita-Platz, und inzwischen kann die Stadt auch eine Liste von zusätzlichen Plätzen querbeet durch die Stadt vorweisen. „Dank der starken Mithilfe und des Ideenreichtums der Teams sämtlicher Betreuungseinrichtungen konnten neue Plätze geschaffen werden“, so Groß. Auf rund 100 000 Euro werden sich die Umbaukosten dafür belaufen, für die Räume im Bürgerheim fällt auch Miete an. Auf rund 70 000 Euro werden die zusätzlichen Personalkosten allein für 2016 geschätzt.

Nach Stand der Dinge werden rund 50 neue Kita-Plätze wie folgt geschaffen:

-Bürgerheim: In die Kellerwerkstatt kommt eine so genannte Großtagespflege, die ähnlich funktioniert wie das Tagesmutter-System. 16 Kinder können aufgenommen werden, maximal zehn gleichzeitig. Der Umbau schlägt mit 43 000 Euro zu Buche, die Ausstattung mit Möbeln und die Anlage von Spielflächen mit weiteren 10 000 Euro.

- Im städtischen „Nepomuk“-Kindergarten  werden fünf Plätze für Kindergarten- und fünf für Krippenkinder geschaffen. Kosten: 30 000 Euro.

-Im städtischen Kindergarten „Dorfspatzen“ in Unterhausen  werden fünf zusätzliche Krippenplätze untergebracht. Kosten: 20 000 Euro.

Darüber schaffen neue Plätze:

-Der Kindergarten „Mariae Himmelfahrt“ richtet zehn neue Kindergartenplätze ein.

-Die „Flohkiste“ des Mütter- und Familienzentrums  bietet ab Herbst für eineinhalb bis drei Jahre alte Kinder eine zweite Gruppe an.

„Es ist schön, dass wir in Kinderbetreuung investieren dürfen“, sagte Weilheims Bürgermeister Markus Loth. Dass Weilheim wachse, sei „ein positives Signal“. Er bedankte sich bei allen Kita-Trägern, von den Kirchen bis zu den freien Träger, für ihren Einsatz. Loth sagte aber auch, dass auf längere Sicht der Bau eines neuen Kinderhauses in Weilheim geplant sei.

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