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Brigitte Holeczek setzt sich für die Belange der Senioren ein.  

Verkehrssicherheit

Kampagne für mehr Rücksicht kann starten

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Weilheim - Der Stadtrat gibt Grünes Licht für eine Kampgane. Mit ihr soll für ein Miteinander von Radfahrern und Fußgängern geworben werden.

Radfahren in Weilheim aus Sicht der Polizei und aus Sicht der Senioren, hier die harten Fakten und Zahlen, dort eine wachsende gefühlte Unsicherheit. Diese beiden Seiten des Themas „Radeln in der Stadt“ wurden in der Mai-Sitzung des Stadtrates beleuchtet – die eine Seite von Weilheims Polizeichef Harald Bauer, die andere von BfW-Stadträtin Brigitte Holeczek, der Seniorenreferentin des Gremiums. Beide wollen, dass sich etwas zum Besseren wendet, beide fassen, unabhängig von einander, eine Kampagne ins Auge – und beide setzen auf gegenseitige Unterstützung.

Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern im Stadtgebiet ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, von 39 (2013) auf 44 (2014) und 53 (2015), wobei im vergangenen Jahr 46 Menschen verletzt wurden, neun schwer, so die Statistik der Polizei Weilheim. Ein klassischer Unfallschwerpunkt lässt sich dabei laut Bauer aber nicht feststellen, und es sei auch nicht so, dass diese Unfälle beim Radeln auf Gehwegen oder in der Fußgängerzone geschehen. Angesichts der steigenden Unfallzahlen habe die Polizei begonnen, mehr zu kontrollieren, so Bauer.

Dass sich gerade ältere Menschen als Fußgänger auf Gehwegen und in der Fußgängerzone nicht sicher fühlen, „da sie dort von verbotswidrig fahrenden Radlern gefährdet werden“, das rief Brigitte Holeczek auf den Plan. Mit einer pfiffigen Kampagne ohne „erhobenen Zeigefinger“, wie sie sagte, will sie das Bewusstsein der radfahrenden Weilheimer für die Belange der Fußgänger stärken. Plakate, Infostände, Flugblätter könnten ein Mittel dazu sein (wir berichteten).

Dass sie damit alle erreicht, daran glaubt Holeczek nicht, aber sie ist zuversichtlich, dass „Auswüchse bekämpft werden können“. Die Zustimmung der Stadträte hat sie, einstimmig gaben sie grünes Licht für die Unterstützung der Aufklärungs-Aktion.

„Definitiv heuer“ soll diese starten, sagte Holeczek im Nachklang der Sitzung. Als nächstes will sie alle Verantwortlichen wie Polizei, Verkehrswacht, Schulen, Vereine, Agenda-Arbeitskreise und den Radclub ADFC an einen Runden Tisch holen. Dort soll dann um über ein Konzept beraten werden, das auch Verbesserungen für Radler nach sich ziehen könnte.

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