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Zeigt das Schild, das in Weilheim künfti g öfter zu sehen sein wird: IG Metall-Jugendsekretär Patrick Grabanyi.

Aktion gegen Rassismus

Die Stadt Weilheim fordert Respekt

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Die Stadt Weilheim will ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. An Schulen und Kitas, am Rathaus und anderen städtischen Einrichtungen ermahnen künftig große Schilder: „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.

Weilheim – Der Anstoß für die Aktion kam vom Ortsjugendausschuss der IG Metall Weilheim. In einem Brief an Bürgermeister Markus Loth bat die Gewerkschaftsjugend um ein Bekenntnis zur Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“: Die Stadt solle dauerhaft ein „Respekt“-Schild am Rathaus anbringen und so den „Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz unterstützen“.

Auslöser war AfD-Antrag in Frankfurt

Auslöser für den Antrag war ein Vorfall in Frankfurt am Main: Dort hat die AfD Ende 2019 vom Oberbürgermeister verlangt, das Schild der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ am Rathaus abzuhängen. Die AfD fühlt sich durch diese Initiative kritisiert und führte ins Feld, dass die Stadt Frankfurt mit deren Anerkennung und dem entsprechenden Schild am Rathaus gegen das Neutralitätsgebot verstoße.

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Als die hiesige IG Metall-Jugend davon erfuhr – die Gewerkschaft ist offizieller Partner der „Respekt“-Initiative –, kam der Wunsch nach einem „klaren Bekenntnis“ seitens der Stadt Weilheim auf. Und damit rannten die jungen Leute im Rathaus offene Türen ein. Der Hauptausschuss des Stadtrates hat vergangene Woche einstimmig beschlossen, solche Schilder anzubringen – nicht nur am Rathaus, sondern auch an den städtischen Schulen und Kindertagesstätten, am Jugendhaus „Come In“, an der Musikschule und anderen Einrichtungen.

Weilheim will Zeichen senden an andere Städte

„Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen, wollen von Weilheim aus ein Zeichen an andere Städte und Gemeinden senden“, so hatte IG Metall-Jugendsekretär Patrick Grabanyi im Ausschuss für die Initiative geworben. Man wolle „einen Riegel davor schieben, dass Leute versuchen, so was abhängen zu lassen“, fügte Jonas Beekmann, einer der Jugendlichen, hinzu. Und Wacky Hain, seit über 15 Jahren für die „Respekt“-Aktion im Einsatz, berichtete von positiven Erfahrungen mit solchen Schildern und begleitenden Projekten etwa in der Grundschule Pähl.

„Ich möchte vor euch den Hut ziehen, dass ihr da aufsteht und ein Zeichen setzt“, sagte Bürgermeister Loth (BfW) zu den Initiatoren. Auch alle anderen Räte im Ausschuss waren voll des Lobes. Das sei „eine sehr gute Sache“, befand Klaus Gast (CSU): „Ein Schild allein hilft noch nichts, aber löst vielleicht Diskussionen aus.“ Walter Weber (FW) verwies auf die Vorbildfunktion der Stadt („wir müssen das vorleben“), und SPD-Vertreter Ingo Remesch betonte, die Schilder sollten sich nicht gegen eine Partei wenden: „Respekt gehört allen gesagt.“ Grünen-Sprecher Alfred Honisch blickte hingegen durchaus auf mögliche AfD-Präsenz in der nächsten Stadtratsperiode – und forderte, auch auf Sitzungsunterlagen künftig stets „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ zu schreiben.

Tillman Wahlefeld (BfW) verwies darauf, dass in den sozialen Netzwerken einst Unsagbares zunehmend „sagbar“ und damit irgendwann auch „machbar“ werde. Auch um dem entgegenzuwirken, sei die „Respekt“-Initiative „ein wichtiger Ansatz“.

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