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Zur Biergarten-Saison 2019 soll die „Waldwirtschaft am Gögerl“ wieder öffnen, verspricht der Gebäude-Eigentümer. 

Weilheim

Gögerl-Wirtschaft: Erbbaurecht verlängert

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750 000 Euro will der Gebäude-Eigentümer in die „Waldwirtschaft am Gögerl“ investieren. Dafür hat die Stadt den Erbbaurechtsvertrag vorzeitig bis 2050 verlängert.

Weilheim – Es tut sich was in Sachen „Waldwirtschaft am Gögerl“: Wie berichtet, haben der Gebäude-Eigentümer (die Münchener „Sedlmayr Grund und Immobilien KG“) und das für die Verpachtung zuständige „Pächter-Forum“ der „Spaten“-Brauereiangekündigt, die seit genau einem Jahr geschlossene Gaststätte zur Biergartensaison 2019 wieder zu öffnen. Die Verantwortlichen hätten versprochen, bis dahin rund 750 000 Euro zu investieren, präzisierte Bürgermeister Markus Loth (BfW) in der jüngsten Stadtratssitzung – und sie hätten „einen guten Wirt in der Hinterhand“.

Wegen der „erheblichen Investitionen“, die zu tätigen seien, hat die „Sedlmayer KG“ bereits im Sommer bei der Stadt Weilheim eine vorzeitige Verlängerung des Erbbaurechtsvertrags beantragt. Dieser wurde 1985 für 50 Jahre geschlossen, würde regulär also Ende 2035 auslaufen. Im Juli hat der Hauptausschuss des Stadtrats einer Verlängerung bis zum 31. Dezember 2050 sowie einer Fixierung des Erbbauzinses zugestimmt. Der Stadtrat genehmigte vergangene Woche nun die entsprechende notarielle Urkunde.

Vor der Abstimmung gab es allerdings Kritik von Uta Orawetz (CSU): Sie bemängelte, der Stadtrat habe „nicht einmal ein Konzept vorgelegt bekommen, wie das da oben laufen soll“ – und stellte fest, dass sich der Pächter bislang „nicht rühmlich gezeigt“ habe: Er solle im Stadtrat sein Konzept vorstellen, ehe man den Vertrag verlängere. Grünen-Sprecher Alfred Honisch stimmte Orawetz zu: „Wenn wir unsere Zustimmung geben sollen, müssen wir auch das Konzept kennen.“

Jetzt, beim Notartermin, sei es „allerdings zu spät für diese Dinge“, sagte Bürgermeister Loth – und betonte, der Pächter müsse „sich nicht rechtfertigen gegenüber dem Stadtrat“. Jochen Knittel, stellvertretender Vorsitzender der BfW-Fraktion, wähnte sich gar „im falschen Film“: Die Sache sei im Hauptausschuss (in nicht-öffentlicher Sitzung) „schon lang und breit diskutiert“ worden, so Knittel, „jetzt geht es nur um den Beschluss zur Gültigkeit der Urkunde“.

Der kam dann auch zustande – gegen die Stimmen von Orawetz und Honisch. Sie habe „Verständnis für den Pächter“, begründete Petra Arneth-Mangano (SPD) ihre Zustimmung: Bei einer Investition von 750 000 Euro brauche man „längere Sicherheit, um das auch wieder erwirtschaften zu können“.

Dagegen befand Uta Orawetz, dass auch der Erbbauzins „zu diskutieren wäre“ und eigentlich höher sein müsste. Dieser liegt laut Stadtkämmerer Christoph Scharf zurzeit bei 8700 Euro jährlich und steige „alle zwei Jahre gemäß der Index-Entwicklung“. Bedenken müsse man jedoch, dass dies eine Zahlung „für ein nackertes, leeres Grundstück“ sei, so Scharf auf Anfrage unserer Zeitung: „In Anbetracht des Alters und der nötigen Investitionen müssen wir die Kirche da im Dorf lassen.“

Magnus Reitinger

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