Verkehrsausschuss

Stadt Weilheim will (noch) keine Poller

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Die Grünen im Stadtrat hatten einen Antrag auf versenkbare Poller an der Pöltnerstraße gestellt. Die Entscheidung wurde zurückgestellt. 

Weilheim – Wer mit dem Auto in Weilheims Innenstadt fahren will, für den gibt es nur einen Weg: den durch die Pöltnerstraße. Alle anderen Straßen führen nur hinaus, eine Einbahnregelung sorgt dafür. Grünen-Stadtrat Dr. Eckart Stüber hatte nun die Idee, diese einzige Zufahrt zur Innenstadt mit zeitlich steuerbaren und versenkbaren Pollern zu regeln, was auch bei Großveranstaltungen eine zeitlich begrenzte Absperrung erleichtere. Bislang setzt die Stadt zur Sicherung von Veranstaltungen wie der Französischen Woche auf dem Marienplatz große Blumenkübel und quer gestellte Fahrzeuge ein,  um die Zufahrt zu blockieren.

Stüber verwies in seinem Antrag, mit dem er eine frühere Initiative der lokalen „Agenda 21“ aufgriff, auf die Stadt Strausberg, eine 25.000 Einwohner zählende Kommune im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg, wo die Idee von Pollern erfolgreich umgesetzt worden sei. So ganz wollten die Mitglieder des Weilheimer Verkehrsauschusses die Poller-Idee nicht verwerfen, sie wollten eine Entscheidung aber auch nicht übers Knie brechen und Geld schon für dieses Jahr beantragen.

Die versenkbaren Poller hätten, so Stübers Vorstellung, am südlichen Ende der Pöltnerstraße installiert werden sollen, und zwar an der Ecke Oberer Graben/Theatergasse in Höhe des ehemaligen „Pöltner Stadttores“.

Stüber begründete seinen Vorstoß damit, dass das Ergebnis der Untersuchung zur Entwicklung der Innenstadt demnächst vorliegen werde und er davon ausgehe. „dass hinsichtlich der Verkehrsregelung für die Innenstadt irgendwelche Konsequenzen aus dieser Untersuchung gezogen werden, die vom Status quo abweichen“. Eine Kontrolle der Zufahrt zur Innenstadt sei dabei „zentrales Element“.

„Als Vorgriff auf die Untersuchung“ bezeichnete Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl (BfW) eine Entscheidung über den Einbau von Pollern, eine Meinung, die Andreas Wunder, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt, teilte „Eine Zustimmung zum jetzigen Zeitpunkt könnte falsch interpretiert werden“, mahnte er. Reindls Fraktionskollege Florian Lechner sagte zu dem Gutachten über eine mögliche Erweiterung der Fußgängerzone: „Über diese Studie wird es eine sehr, sehr lange Debatte geben“.

Walter Weber, Sprecher der Fraktion der Freien Wähler, sagte, dass in Schongau vor 25 Jahren die Poller wieder abgebaut worden seien. In Murnau sei ein Notarzt vor einem Poller gestanden und mit seinem Einsatzfahrzeug nicht weiter gekommen. Er habe dann mit seinem Arztkoffer zu Fuß zum Patienten eilen müssen, so Weber.

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