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Zwischen den Gleisen der Werdenfelsbahn (l.) und der Pfaffenwinkelbahn (r.) soll der neue Bahnhalt entstehen.

Neben  der Au  

Stadt will Unterführung für Bahnhalt bauen

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Weilheim bekommt einen Bahn-Haltepunkt bei der Au, die Stadt baut dafür eine Fußgängerunterführung: Dafür hat Weilheims Bauausschuss gestern einstimmig votiert – und freute sich über einen „sehr willkommenen Nebeneffekt“.

Weilheim – Es war ein jahrelanges Hin und Her um einen Haltepunkt „Weilheim-Au“ auf der Bahnstrecke Weilheim-Schongau (der Pfaffenwinkelbahn). Doch nun geht es wohl schnell. Anfang Oktober, so Bürgermeister Markus Loth gestern im Ausschuss, hätten Vertreter von Bahn und Bayerischer Eisenbahngesellschaft bei einem „Spitzengespräch“ im Rathaus „klar angeboten“, den neuen Haltepunkt im Rahmen der „Stationsoffensive“ zu bauen. Und zwar an der von der Stadt gewünschten Stelle: südlich des Bahnübergangs an der Geistbühelstraße, im Spitz zwischen der Werdenfels- und der Pfaffenwinkelbahn (wir berichteten). Spätestens 2022 muss alles fertig, die „Stationsoffensive“ bayernweit abgeschlossen sein.

Voraussetzung für den Bahnhalt „Weilheim-Au“ ist, dass die Stadt zustimmt und die Kosten für eine Fußgängerunterführung nach Osten – also stadteinwärts – übernimmt. Für beides votierte der Bauausschuss bei der gestrigen Vorberatung einstimmig. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtratssitzung am Donnerstag, 23. November.

Laut Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, muss die Stadt wohl auch Projektträger für die Unterführung sein. Das heißt, für 2018 sind bereits Planungskosten im Haushalt einzustellen. Die Kosten für die Unterführung werden auf 1,1 Millionen Euro geschätzt, dabei kann die Stadt laut Loth aber mit mindestens 50 Prozent Zuschuss rechnen. Zudem verwies der Bürgermeister auf einen „sehr willkommenen Nebeneffekt“: Weilheim bekomme mit der Unterführung „endlich einen stadtnahen Zugang zum Gewerbegebiet Trifthof“ – was im Ausschuss gestern bejubelt wurde. Angesichts der Tatsache, dass in diesem Bereich viele verbotener- und gefährlicherweise die Gleise überschreiten, zeigte sich etwa Brigitte Holeczek (BfW) „heilfroh“ über die Lösung. BfW-Chef Dr. Claus Reindl fügte an: „Auf diese Weise können künftig Arbeitnehmer und Kunden auch mal zu Fuß und mit dem Fahrrad in den Trifthof kommen.“

Ob der Bahnhalt selbst „wirklich stark genutzt“ werde, sei unklar, so Reindl. Doch müsse die Stadt diese „Option für die Zukunft“ in jedem Fall nutzen, betonte Stefan Zirngibl (CSU). Die SPD-Fraktion freut sich laut Petra Arneth-Mangano „ausdrücklich über den Bahnhalt“, den manche Stadträte doch skeptisch gesehen hätten: „Wir müssen schauen, dass wir den ÖPNV ertüchtigen“, so die SPD-Stadträtin. Alfred Honisch (Grüne) forderte, dass die Stadt ob der kommenden Bebauung an der Geistbühelstraße die gesamte Verkehrsentwicklung in diesem Bereich in den Blick nehmen müsse.

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