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Stadtbaumeisterin hat drei Wünsche für „eure wunderschöne Stadt Weilheim“

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Von: Magnus Reitinger

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Blumen, Pralinen und eine ganz besondere Torte: Mit Präsenten wurde die scheidende Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer (2.v.r.) bei ihrer letzten Stadtratssitzung bedacht – von Bürgermeister Markus Loth (r.) sowie Angelika Flock und Rupert Pentenrieder als Ratsvertretern. Der Stadtrat ließ eine Torte für Roppelt backen (hinten auf der Leinwand zu sehen); darauf steht „Pfiad Di Andrea. Wir vermissen Dich...“.
Blumen, Pralinen und eine ganz besondere Torte: Mit Präsenten wurde die scheidende Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer (2.v.r.) bei ihrer letzten Stadtratssitzung bedacht – von Bürgermeister Markus Loth (r.) sowie Angelika Flock und Rupert Pentenrieder als Ratsvertretern. Der Stadtrat ließ eine Torte für Roppelt backen (hinten auf der Leinwand zu sehen); darauf steht „Pfiad Di Andrea. Wir vermissen Dich...“. © Gronau

Emotional wurde es im Weilheimer Stadtrat, als es in der jüngsten Sitzung Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer zu verabschieden galt. Dabei formulierte die Architektin drei „gute Wünsche“ für Weilheims Zukunft.

Weilheim – Einen sehr rührenden Abschied haben Weilheims Stadtratsmitglieder der scheidenden Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer bereitet. „Wir vermissen Dich“ ließen die Lokalpolitiker auf eine liebevoll gestaltete Torte schreiben, die der 55-Jährigen am Ende der jüngsten Ratssitzung neben weiteren Präsenten überreicht wurde. Zwar ist Roppelt-Sommer noch bis Ende April im Dienst der Stadt; im Stadtrat war es aber ihr letzter Auftritt – zumindest in dieser Funktion.

„Vielleicht stehe ich irgendwann wieder als Architektin vor euch, um ein Bauvorhaben vorzustellen“, wandte sich Roppelt an die Ratsmitglieder. Denn sie folgt ihrer „Sehnsucht, wieder selbst Pläne zu entwerfen, anstatt sie nur zu beurteilen“. In einem Büro außerhalb des Landkreises wird sie künftig als Architektin und Stadtplanerin tätig sein (wir berichteten).

Stadtbaumeisterin hat „planerische Fußabdrücke hinterlassen“

Ehe sie im April 2015 im Rathaus die Nachfolge von Stadtbaumeister Wolfgang Frank antrat, hatte Roppelt, die inzwischen am Ammersee lebt, ein eigenes Architekturbüro. Genau sieben Jahre wirkte sie also im Weilheimer Rathaus – und hat in dieser Zeit laut Bürgermeister Markus Loth viele „planerische Fußabdrücke hinterlassen“: von Großprojekten wie dem Neubau des Busbahnhofs über neue Kita-Gebäude „sowohl in Holz- als auch in Hybridbauweise“ bis hin zur Erstellung eines Gesamtkonzeptes für die Spielplätze in der Stadt. Auch an der „strategischen Siedlungsentwicklung“ oder dem Stadtentwicklungskonzept nördlich der Geistbühelstraße war sie maßgeblich beteiligt. Roppelt-Sommer, so lobte Loth, sei „eine engagierte Abteilungsleiterin, die stets offen für Neuerungen ist und dabei doch nicht jedem Trend voraus eilt, sondern immer wohlüberlegt und fundiert handelt und plant“.

Ein „unglaublich großartiges Team“

Das „sehr breite Spektrum“ der Tätigkeit habe sie genossen, sagte dann Roppelt selbst vor dem versammelten Stadtrat: „Ich war wirklich sehr, sehr gern eure Stadtbaumeisterin“, mitsamt Personalverantwortung für ein „unglaublich großartiges 14-köpfiges Team“. Besonders stolz sei sie auf die Entwicklung der „Weilheimer Charta für nachhaltigen Wohnungsbau“, damit habe die Stadt „eine tolle Leitschnur, Weilheim fit für die Zukunft zu machen“. Auch der „Stadtmauerpark am Riss“ habe sich bestens entwickelt und werde sehr gut angenommen, hob die 55-Jährige hervor. Stolz sei sie auch, „dass ich euch für die meisten Themen begeistern konnte“.

Ein Wunsch zum Abschied: „Seid offen, die Bürger zu beteiligen“

So dankte Roppelt-Sommer dem Stadtrat, den Kollegen im Rathaus und auch Weilheims Bürgern für „sieben lehrreiche und spannende Jahre“. Am Ende ihrer emotionalen Rede gab die Mutter einer 23-jährigen Tochter den Stadtratsmitgliedern drei Wünsche mit auf den Weg – allen voran den Wunsch, „dass ihr weiterhin mutig seid, eure wunderschöne Stadt Weilheim nachhaltig für eure Kinder zu entwickeln und das baukulturelle Erbe zu erhalten und zu fördern“. Auch sollten die Räte ihrer Verwaltung vertrauen, deren Mitarbeiter „hochmotiviert und fachlich bestens ausgerüstet“ seien. Schließlich bat Roppelt, „dass ihr offen seid, den Bürgern draußen zuzuhören und sie zu beteiligen – denn ein paar notorische Leserbriefschreiber spiegeln nicht den größten Teil der Bevölkerung wieder, und schon gar nicht die, die ihre Stadt lieben und ganz großartige Ideen haben“.

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