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Sie darf stehen bleiben: die städtische Baumgruppe an der Hangstraße. 

Motorsägen wieder im Einsatz

Bauausschuss kann einige Weilheimer Bäume retten

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Weilheim – Über das Schicksal zweier mächtiger Eichen und einer Baumgruppe hatte der Bauausschuss in seiner Dezembersitzung zu befinden. Retten wollte er alle Bäume, gerettet hat er einige.

Eichen werden in vielen Volksliedern besungen, auch in der Sitzung des Bauausschusses war von der Eiche als „Königin der Bäume“ die Rede. Doch das bewahrte zumindest eine von zwei Eichen in den Parchetwiesen nicht vor der Motorsäge. Und das obwohl die beiden Bäume „von sehr gesundem Wuchs sind“, wie Stefan Kirchmayer vom Stadtbauamt sagte. Kirchmayer sagte auch, dass die Gruppe einst aus drei Eichen bestanden habe, eine aber schon gefällt worden sei und von den zwei jetzt noch stehenden wiederum nur eine als „zu erhaltender“ Baum im Bebauungsplan Schutz genieße.

Die Hausbesitzerin möchte aber beide Eichen fällen, da sie die Solaranlage des Hauses „sowie den größten Teil des Gartens verschatten“. Für den Baum, der als „zu erhaltend“ gilt, benötigte sie eine Genehmigung der Stadt.

Die aber bekam sie nicht. Klaus Gast (CSU) sprach angesichts des vom Bauamt vorgelegten Bildes von einer „wunderschönen Gruppe, die den Ortsrand gestaltet“, Romana Asam (FW) schlug vor, die Bäume fachgerecht auszuschneiden und Ruppert Pentenrieder (BfW) stellte fest, dass die Eichen vor dem Haus da waren und die Solarfläche für die Warmwasserbereitung ausreiche.

An der Hangstraße, am Ende des Wendehammers, steht nach Ansicht einer Grundbesitzerin ein kleines städtisches Wäldchen dem geplanten Bau von zwei Einfamilienhäusern im Weg. Eine Zufahrt zu diesen sei nur möglich, wenn die Bäume wegkommen, hieß es in der Begründung.

Doch die Stadträte sahen das anders, sie setzen auf eine Einigung mit Nachbarn. „Die Bäume zu erhalten war eine Grundlage für die Genehmigung“, stellte Gast fest, „sie jetzt zu fällen, ist das völlig falsche Signal“. Dr. Claus Reindl (BfW) sagte, dass es noch andere Möglichkeiten gebe, das Grundstück zu erschließen. Das Gremium stimmte geschlossen gegen die beantragte Fällung.

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