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Große und kleine Ausgaben bestimmen den Haushalt. Angeschafft müssen auch  alltägliche Dinge wie Klobürsten. 2017 waren dafür 35,64 Euro fällig.

Stadtfinanzen 

Busbahnhof, Stadtmuseum - und Klobürsten: Das gibt Weilheim 2018 aus

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Die Stadt Weilheim hat für 2018 Ausgaben für Personalkosten im Rathaus ebenso wie für ein Radwegekonzept und auch für Alltägliches wie Klobürsten auf dem Plan. Doch wie wird das alles finanziert? 

Weilheim – Die Stadt Weilheim hat in Sachen „Etat“ im Landkreis auch heuer die Nase vorn: Sie ist die erste der 34 Kommunen, die ihr Einnahmen- und Ausgaben-Buch für das nächste Jahr unter Dach und Fach hat. Am Donnerstagabend verabschiedeten die Stadträte das Zahlenwerk einstimmig. Es gab nur wenig Kritik.

Der Haushalt 2018 ist der bisher umfangreichste und sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 60,5 Millionen Euro vor. Zum Vergleich: Der Etat 2003 umfasste insgesamt 29 Millionen Euro, 5,5 Millionen Euro davon konnte die Stadt damals in Baumaßnahmen investieren.

Bei den Investitionen ist „die Spitze erreicht“

Die Sanierung der Ammerschule kostet die Stadt 2018 2,5 Millionen Euro.

2018 kann sie knapp 16 Millionen Euro für Bau- und Sanierungsvorhaben ausgeben. Mit diesem neuen Höchststand ist aber, so Bürgermeister Markus Loth (BfW) in seiner Haushaltsrede „im investiven Bereich vorerst die Spitze erreicht“. Abgesehen von der Sanierung der Toilettenanlage in der Hardtschule (430 000 Euro), dem Hochwasserschutz an der Ammer (1,2 Millionen Euro) und dem Neubau des Busbahnhofs (2,2 Millionen Euro) wird das Geld hauptsächlich für Sanierungen ausgegeben – von der Ammerschule (2,5 Millionen Euro) bis zum Stadtmuseum (1,1 Millionen Euro). Die übrigen 44 Millionen Euro braucht die Stadt für ihren laufenden Betrieb. Darunter sind die Personalkosten (neun Millionen Euro) und die Ausgaben für Kitas (5,6 Millionen Euro. 14,2 Millionen Euro muss sie zudem an den Landkreis abdrücken. „Es tut sich viel Großes und auch Kleines in Weilheim“, sagte Loth, „aber alles kostet Geld. Das muss auch irgendwo herkommen“. Loth verteidigte angesichts „der historisch immer noch niedrigen Kreditkonditionen“ die Entscheidung, sechs Millionen Euro aufzunehmen. „Für die Folgejahre sind keine weiteren Kreditaufnahmen geplant“, so Loth.

Stadtkämmerer Christoph Scharf.

Stadtkämmerer Christoph Scharf erklärte unter anderem, woher das viele Geld für die Stadtkasse kommt. 77 Prozent des Verwaltungshaushaltes stammen aus Steuern. Davon ist der größte Brocken der Anteil der Stadt an der Einkommensteuer, nämlich 15,4 Millionen Euro. Weit weniger zahlen die Weilheimer Betriebe an Gewerbesteuer, nämlich elf Millionen Euro. So ganz zufrieden ist der Kämmerer damit nicht. „Die überall brummende Wirtschaft auf Bundesebene hat – zumindest rein statistisch gesehen – um Weilheim einen kleinen Bogen gemacht“, sagte er. Aber immerhin sei in den beiden letzten Jahren eine Tendenz nach oben erkennbar. Aus der Grundsteuer erhält die Stadt insgesamt 3,1 Millionen Euro. Eine nicht unbeträchtliche Einnahme stellen seinen Worten nach die Schlüsselzuweisungen dar. Dieses Geld überweist der Freistaat jenen Kommunen, die mit ihrer Steuerkraft unter dem Landesdurchschnitt liegen.

Durch Grundstücksverkäufe kommt Geld in die Kassen

Die Investitionen in Höhe von 16 Millionen sollen aus Grundstücksverkäufen – aus dem Gewerbegebiet „Achalaich sollen drei Millionen Euro in die Stadtkasse fließen –, aus Zuweisungen von Bund und Freistaat (3,5 Millionen Euro) sowie Krediten und Rücklagen (insgesamt 7,5 Millionen Euro) kommen.

2021, so prognostizierte Scharf, „stehen wir trotz Schulden gar nicht so schlecht da“. Für 2018 ergibt sich folgendes Bild: Rücklagen von 7,2 Millionen Euro stehen Schulden von 17,5 Millionen Euro gegenüber. Vorausgesetzt, alles läuft nach dem Plan, den der Stadtrat nach rund eineinhalbstündiger Debatte verabschiedet hat.

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