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In Nachbarschaft des Stadttheaters liegt die Grünfläche, auf der der Parcours entstehen soll.  

seit 2014 in Planung

Stillstand beim Bewegungs-Parcours nervt

Sechs Geräte, an denen  die Weilheimer zwischendurch mitten in der Stadt Bewegungsübungen machen können, möchte der Arbeitskreis „Senioren“ der „Agenda 21 gern in  Weilheim aufstellen.  Doch es geht nichts weiter, was die Initiatoren nervt. 

Weilheim

Es ist eine engagierte Runde, die den Arbeitskreis (AK) „Senioren“ der lokalen Agenda 21 bildet. So fanden sich bei der jüngsten Zusammenkunft im Pfarrheim „Miteinander“ in Weilheim zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Darunter die vom AK veranstaltete „2. Seniorenmesse“, die am 22. November in der Stadthalle stattfindet und die Vorstellung einer Sozialagentur, die Pflegekräfte aus dem Osten vermittelt. Ein Thema allerdings beschäftigt die Mitglieder des AK zu ihrem großen Ärger schon länger als es ihnen lieb ist: der Stillstand beim geplanten Bewegungsparcours.

„Es gibt mal wieder nichts Neues zu berichten“, stellte AK-Sprecher Dr. Ulf Knabe resigniert fest. Seit 2014 war über den vom Arbeitskreis initiierten Parcours und das Grundstück, auf dem mehrere Geräte stehen sollen, mehrmals in Ausschüssen und im Stadtrat beraten worden. Mit dem Ergebnis, dass er gut zu erreichen in der Stadt, aber nicht wie vorgeschlagen am Oberen Graben/Am Riss, sondern auf der kleinen Grünfläche am Stadttheater platziert werden soll. Dort, wo einmal ein kleiner, eingezäunter Spielplatz war.

Der Arbeitskreis hat im April vergangenen Jahres eine erfolgreiche Spendenaktion zum Kauf von Geräten angekurbelt, sechs konnten daraufhin angeschafft werden. Im Oktober 2016 wurden sie geliefert – und seither sind sie bei den Stadtwerken eingelagert. „Die Spender sitzen uns im Nacken“, sagte Knabe verstimmt. Obwohl er immer wieder im Stadtbauamt anrufe, „passiert einfach nichts“. Von der Stadt werde einfach nichts unternommen, damit das Grundstück hergerichtet und die Geräte aufgestellt werden. Zudem, so Knabe, wolle sie nun einen Antrag für einen Zuschuss stellen, was zu einer weiteren Verzögerung führe. Denn dafür sei eine Planung vonnöten, das Stadtbauamt aber vertröste ihn immer wieder. Beim geplanten Eisplatz Am Riss gehe alles viel schneller, beklagte der AK-Sprecher.

BfW-Stadträtin Brigitte Holeczek, Seniorenreferentin des Stadtrates, hatte angesichts des geballten Unmuts der AK-Mitglieder keinen leichten Stand beim Vertreten der Position der Stadt. „Es ist alles unglücklich gelaufen“, erklärte sie. Die Stadt könne aber auf die mit 40 Prozent in Aussicht gestellte staatliche Förderung nicht verzichten. Dazu müsse ein Antrag für die Städtebauförderung gestellt werden, der deren Ansprüchen bis hin zu einem Leistungsverzeichnis gerecht werde. Bei einer vom Arbeitskreis bei einem Weilheimer Architekten in Auftrag gegebenen Planung sei dies aber nicht der Fall. Im Stadtbauamt herrsche derzeit Personalnot, da zwei Mitarbeiter krank seien. Holeczek verwies darauf, dass am 1. Januar eine weitere Architektin bei der Stadt anfange, denn werde sich die Lage entspannen.

Jetzt hofft der Arbeitskreis, dass der Parcours im kommenden Frühjahr aufgestellt wird. AK-Mitglied Erich Jordan fasste die Verwerfungen so zusammen: „Hier trifft Ehrenamt auf bürokratische Strukturen, und das greift nicht ineinander“.

gre

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