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Fröhlich turteln die beiden Störche auf dem frisch gebauten Nest auf dem Stadttheater – dort musste deshalb die Heizung abgeschaltet werden. Jetzt wird das Nest verlegt. 

Nest auf dem Stadttheater stört

Stadt Weilheim will Störche umsiedeln

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Den Kamin des Stadttheaters in Weilheim hat sich ein Storchenpaar als Nistplatz ausgesucht. Doch das macht Probleme. Die Störche sollen umgesiedelt werden.  

Weilheim - Anfang der Woche haben uns Anneliese und Ottmar Back herrliche Fotos von turtelnden Störchen auf dem Weilheimer Stadttheater geschickt. Doch die Nestwahl der Störche hat die Stadt-Verantwortlichen ins Schwitzen gebracht – und die Theaterbesucher theoretisch ins Schlottern: „Weil der Abzug aus dem Kamin nicht mehr gewährleistet war, hat der Kaminkehrer am Dienstag die Heizung im Theater außer Betrieb genommen“, sagte Marco Schwentzek, Sachgebietsleiter Liegenschaftsmanagement bei der Stadt, am Mittwochabend im Hauptausschuss.

Zwar ist der Frühling gerade im Anmarsch, doch ein Theater ohne Heizung ist problematisch: „Wir haben Verträge mit auswärtigen Veranstaltern, da müssen wir für eine angemessene Temperatur sorgen“, sagt Schwentzek. Vorübergehend wurden Elektroradiatoren aufgestellt, doch eine Dauerlösung ist das nicht. Deshalb wurde eine andere Lösung erdacht: Das Storchennest soll umgesetzt werden.

Laut Schwentzek soll noch diese Woche an der Südseite des Stadttheaters ein Gerüst aufgestellt werden, um gefahrlos aufs Dach steigen zu können. Dann soll fünf Meter entfernt vom Kamin ein neues Nest aus Edelstahl montiert werden, das extra angefertigt wird. „Das ist ein großer Aufwand, die Kosten für die Stadt betragen rund 6000 Euro“, so Schwentzek. Sobald der Ersatz fertig ist, wird das komplette Nest vermutlich Anfang nächster Woche umgesetzt. „Wir haben die Maßnahme mit der Regierung von Oberbayern abgesprochen, auch der Landesbund für Vogelschutz ist informiert“, betont Schwentzek. Sollten bereits Eier im Nest liegen, werden die warmgehalten. Dann bleibt nur die Hoffnung, dass das Storchenpaar das neue Nest auch annimmt.

„Wir sind eben tierfreundlich“, sagt Schwentzek zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme, betont aber, dass die Tiere viel Dreck verursachen und mit den Zweigen die Dachrinne verstopfen können. Dass sich die beiden Vögel überhaupt den Stadttheater-Kamin ausgesucht haben, liegt wahrscheinlich daran, dass vergangenes Jahr in der Weilheimer Altstadt auch ein Storchenpaar gebrütet hatte, an der Ledererstraße. Nach Angaben des Landesbunds für Vogelschutz wurde das Nest aber im Herbst abgebrochen und mit einem Schutzdach versehen, das ein Nisten unmöglich macht. So einen Aufsatz soll es auch am Stadttheater-Kamin geben.

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