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Ortstermin am „Gmünder Hof“ (v.l): Georg Wernthaler (Projektmanager), Karin Brüderle (Vorsitzende „Brücke Oberland“), Michael Kirchbichler (Betriebsleiter „Gmünder Hof“), Heike Grosser, Herbert Tralmer (Vorstandsmitglied Kreisverband für Gartenkultur). 

Streuobstaktion 

Den „Jakob Fischer“ gibt es jetzt auch bio

Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege bietet  im Rahmen seiner Aktion „Streuobstbäume pflanzen“ erstmals einige Bäume  in  Bio-Qualität an

Weilheim - Ihn kennt jeder Gartler. Er ist groß, hat rote Backen, weißes Fruchtfleisch und wächst an kräftigen Bäumen. Die Rede ist von dem Apfel der Sorte „Jakob Fischer“. Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege bietet ihn im Rahmen seiner Aktion „Streuobstbäume pflanzen“ erstmals ebenso in zertifizierter Bio-Qualität an wie den „Roter Trier“ und den „Rayka Halbstamm“. Streuobstwiesen und Obstalleen erhalten oder neu anlegen, das ist das große Ziel dieser Aktion, bei der Hochstämme bestellt und günstig erworben werden können.

Nicht ohne Grund wurde das zehnjährige Bestehen der Aktion auf dem „Gmünder Hof“ in Weilheim begangen. Denn dort, wo der Jugendhilfe-Verein „Brücke Oberland“ ein Projekt sozialer Landwirtschaft verwirklichen will, wurde im Jahr 2015 eine Streuobstwiese mit 35 Bäumen angelegt. Wie Heike Grosser, Geschäftsführerin des Kreisverbandes, sagte, wurden seit 1999 im Landkreis über das Programm insgesamt rund 7600 Hochstämme gepflanzt.

Für 2017 wurde eine Vorauswahl von 14 Apfel-, drei Birnen-, zwei Zwetschgen- und drei Quittensorten getroffen, erstmals mit einer kleinen Auswahl in Bio-Qualität. Eingesetzt werden können die Bäume als Nach- oder Neupflanzungen in Haus- und Obstgärten, aber auch für Baumreihen entlang von Wiesen. Grosser rät, dabei einen Abstand von 15 Metern einzuhalten. Für „dauerhaft gesicherte Obststandorte“, so Grosser, wie Lehrgärten der Obst- und Gartenbauvereine stehen auch einige vergessene alte Birnensorten zur Verfügung, darunter die Blut- und Muskatellerbirne.

Im Jahr 2047, wenn die heuer gepflanzten Obstbäume 30 Jahre alt sind, winkt den Gartlern reiche Ernte. Bis zu 500 Kilogramm Äpfel pro Jahr kann einer liefern, was rund 300 Liter Apfelsaft ergibt. Neben den Obstbäumen können über den Kreisverband auch kleine Eichen und Sommerlinden bestellt werden, um so die Landschaft mit einzeln stehenden Bäumen zu bereichern.  gre

Infos

Eine Sortenliste mit Kurzbeschreibung und Bestellformulare gibt es unter www.gartenbauvereine-wm-sog.de. Infos bei Heike Grosser 0881/681-1207 oder den Gartenbauvereinen. Meldeschluss ist am 27. Juli.

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