Weilheim Marienplatz
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Das ganze Stadtgebiet von Weilheim war am Mittwochvormittag von einem Stromausfall betroffen.

Blackout von Weilheim bis Peißenberg

Stromausfall: 20.000 Haushalte betroffen

Weilheim/Landkreis - Bei Bauarbeiten in der Eichtweide in Weilheim wurde am Mittwoch gegen 9.10 Uhr ein Stromkabel beschädigt. Das hatte Folgen: 20 000 Haushalte von Weilheim bis Peißenberg und Tutzing hatten bis zu eineinviertel Stunden keinen Strom.

Vor der Filiale der „HypoVereinsbank“ an der Schmiedstraße in Weilheim stehen kurz vor halb zehn Uhr einige Kunden. Sie sind ratlos. Gerade haben sie erfahren, dass die Geschäftsstelle vorübergehend geschlossen sei – „wegen Stromausfalls“.

Die Ruppert“-Filiale auf der anderen Straßenseite hat dagegen wie gewohnt geöffnet. „Wir haben ein Notstromaggregat“, so Rita Gawlitza, stellvertretende Filialleiterin. Dieses sorgt zumindest für Licht, das EC-Terminal allerdings streikt.Die Angestellten weisen die Kunden gleich an der Tür darauf hin, dass sie ihre Ware zurücklegen lassen können.

„HypoVereinsbank“ und „Ruppert“ sind nur zwei von rund 20 000 Haushalten und Firmen, die als Kunden des Stromanbieters „Bayernwerk AG“ (früher Eon) im Raum Weilheim, Peißenberg, Tutzing gestern Vormittag vom Stromausfall betroffen waren. Registriert wurde die Störung um 9.10 Uhr, nachdem in der Eichtweide in Weilheims Westen ein Mittelspannungskabel (20 kV-Leitung) bei Tiefbauarbeiten angebohrt worden war.

Daraufhin, so Maximilian Zängl, Sprecher der „Bayernwerk AG“, gab es im Umspannwerk in Weilheim eine Schutzabschaltung, um Kurzschlüsse zu verhindern. Von dieser Abschaltung waren letztlich 400 Ortsnetz-Trafostationen betroffen. Nachdem die Fehlerquelle geortet und eine Ersatzleitung gelegt worden war, seien die Stationen Schritt für Schritt wieder zugeschaltet worden. „360 waren um 9.30 Uhr wieder versorgt, die restlichen 40 um 10.30 Uhr“, so Zängl.

Erfasst wurde die Störung übrigens von der zentralen Leitstelle der „Bayernwerk AG“ in Neunburg vor dem Wald in der Oberpfalz. Von dort wurden auch die Servicetechniker losgeschickt. Die Frage, wer für die durch den Stromausfall entstandenen Schäden aufkommt, kann Zängl nur allgemein beantworten: „Der Verursacher ist haftbar zu machen“. Als Waschmaschinen, Radios, Telefone und Ampeln wieder funktionierten, dauerte es oft noch eine Weile, bis in den Geschäften und Büros wieder alles glatt lief, denn viele Sicherungen waren herausgesprungen, und Computer und Drucker kamen nur langsam in die Gänge.

Bei den „Vereinigten Sparkasse“ gab es dank eines Notstromaggregats zwar kaum Probleme. Doch ein kurzer Stromstoß genügte, um das Steuerungsgerät einiger Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker zu zerstören. „Wir mussten das Teil austauschen, um 12 Uhr gingen alle Automaten wieder“, so Sprecher Robert Christian Mayer.

gre

Reaktionen auf Facebook

Wie Heike Bader auf der Facebook-Seite des Weilheimer Tagblatts schreibt, war zum Teil auch die Gemeinde Huglfing vom Blackout betroffen. Ab ca. 10 Uhr funktionierte die Stromversorgung wieder stellenweise in Weilheim. "Haben wieder Strom, aber es ist noch nicht stabil.....", schreibt Facebook-User Martin Huber aus Weilheim. War etwa auch der Mobilfunk vom Stromausfall betroffen? "Bei mir ging ca. 10 min. kein Mobiles Internet und Anrufe beim Handy...", schreibt Facebook-User Daniel Fritsch.

Und Lars A. Cramer berichtet: "Gute 40 Minuten ging nichts hier hinten im Baumviertel, aber die Nachbarn trafen sich auf der Straße und ratschten miteinander."

Laut Kommentaren der Facebook-User Christina Hornfeck, Theresa Kletzander und Jule Jamina gab es auch in Oberhausen, in Bernried sowie in Tutzing/Unterzeismering einen Stromausfall. 

mm

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