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Stürmische Nacht im Landkreis: Stromausfall im Observatorium macht Messung unmöglich

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Von: Kathrin Hauser

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In Oberhausen ist ein Baum auf das Dach eines Wohnhauses gestürzt. Die Feuerwehr Weilheim rückte mit ihrer Drehleiter aus. © Feuerwehr Weilheim

Die Nacht von Sonntag auf Montag verlief unruhig im Landkreis: Für ein paar Stunden hatte Sturmtief „Fabienne“ die Region im Griff. Viele Bäume wurden umgerissen, die Feuerwehren hatten zahlreiche Einsätze.

Weilheim – Auch, wenn Bäume umgefallen sind, und die Feuerwehren im Landkreis einiges zu tun hatten, Sturmtief Fabienne hätte schlimmer wüten können. „Es hat sich noch relativ in Grenzen gehalten“, sagt Stefan Herbst, der stellvertretenden Kommandant der Weilheimer Feuerwehr. Dennoch gab es in der Nacht von Sonntag auf Montag genug zu tun für die Aktiven der Feuerwehr Weilheim.

Gegen 22.30 Uhr ging der Alarm ein: „Baum auf Haus“ in Oberhausen habe die Integrierte Leitstelle Oberland gemeldet. Daraufhin ist die Feuerwehr Weilheim mit ihrer Drehleiter und drei Mann nach Oberhausen gefahren –die dortige Feuerwehr besitzt keine Drehleiter. Dort hatte der Sturm einen großen Baum entwurzelt, der auf ein Wohnhaus gekippt war. Ein Ast hat das Dach durchstoßen und ist anschließend in das Dachgeschoss hineingeragt. Menschen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. „Wir haben großflächig mit der Motorsäge freigeschnitten und dann mit einer Plane abgedichtet“, sagt Herbst. Zu dieser Zeit hat es nämlich heftig geregnet und ohne Plane hätte es ungeschützt ins offene Dach geregnet. Auch die Oberhausener Feuerwehr war im Ort im Einsatz.

Als der Einsatz in Oberhausen für die Weilheimer Feuerwehrleute beendet war, haben sie auf dem Weg in die Feuerwehrwache noch einen Gulli an der Pollinger Straße freigemacht.

Während die Weilheimer Drehleiter in Oberhausen war, waren neun Feuwehrleute in Weilheim im Einsatz: Eine Baustrombrücke hatte dem Sturm nicht standgehalten. „Die haben wir ganz schnell demontiert“, sagt Herbst. Zudem war Am Meisteranger ein großer Ast abgebrochen, der von der Feuerwehr entfernt wurde.

Auch die Peißenberger Feuerwehr hatte mit umgestürzten Bäumen zu kämpfen, wie der erste Kommandant, Michael Schleich, berichtet: „Wir hatten mehrere Einsätze“, sagt Schleich. An der Schongauer Straße ist ein Baum auf die Stromleitung gekracht. Die Sicherung sei sofort draußen gewesen, sagt Schleich. Damit die Feuerwehrleute ohne der Gefahr eines Stromschlages arbeiten konnten, wurde diese Leitung abgeschaltet. Die Gemeindewerke Peißenberg haben anschließend ein Provisorium erreichtet. „Dazu haben sie Licht gebraucht, und wir haben sie dabei unterstützt“, sagt Schleich. Zudem habe es noch mehrere kleinere Einsätze gegeben, weil zum Beispiel Gullys verstopft waren. Anschließend halfen die Peißenberger bei weiteren Einsätzen in Oberhausen, wo es kleinere Bäume umgeweht hatte. Zwischen etwa 22 Uhr und etwa 1.30 Uhr waren etwa 25 Einsatzkräfte samt drei Fahrzeugen und Drehleiter im Einsatz. „Es war ein turbulentes Wochenende“, sagt Schleich.

Zweifelsohne war die Nacht auf Montag in der Region stürmisch. Wie stürmisch, das lässt sich auch nach Nachfrage im Observatorium auf dem Hohen Peißenberg nicht genau feststellen: Wegen eines Stromausfalles und weil gleichzeitig das Notstromaggregat ausgefallen war, gibt es keine genaueren Messungen über Sturmspitzen und Windgeschwindigkeiten.

Kathrin Hauser

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