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Im Kindergarten „Pfiffikus“ in Weilheim wurde der Einbrecher auf frischer Tat ertappt.

Mehrere 10 000 Euro Schaden

Täter gesteht 38 Einbrüche

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Weilheim - Vor allem Kindergärten suchte sich ein Weilheimer (30)  für seine Einbrüche aus. Nachdem er geschnappt wurde, gestand er 38 Einbrüche.

 Seit April trieb er sein Unwesen. Vor allem Kindergärten suchte sich der Täter auf seiner Einbruchstour aus. Am Sonntag wurde er, wie berichtet, auf frischer Tat ertappt – wieder in einem Kindergarten. Bei der Vernehmung des Kriminellen, es handelt sich um einen 30-jährigen Weilheimer, kam heraus: er hat insgesamt 38 Einbrüche begangen.

Eine Zivilstreife der Polizei hatte Sonntagnacht gegen 21.50 Uhr das Licht einer Taschenlampe im Weilheimer Kindergarten „Pfiffikus“ gesehen. Sofort rasten weitere Polizisten zum Tatort. Der 30-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen, als registrierte, dass eine Flucht aussichtslos ist. Das Gebäude war komplett umstellt.

Zuletzt wurden von dem Weilheimer überwiegend Kindergärten als Tatort ausgewählt, zuvor war er auch in Friseurläden, Gemeindeverwaltungen, Bäckereien, Metzgereien und andere Geschäfte eingedrungen.

In den Vernehmungen gestand er, seit April insgesamt 38 Einbrüche begangen zu haben. Die Tatorte lagen überwiegend in Weilheim, aber auch in Peißenberg, Huglfing und Polling. Zwei Taten wurden im Dienstbereich der Polizeiinspektion Starnberg und drei Taten im Bereich Murnau verübt. Der 30-Jährige war immer allein unterwegs. Als Motiv gab er akuten Geldmangel an. „Er war immer auf der Suche nach Bargeld“, so die Polizei. Die genaue Schadenshöhe der Einbrüche steht noch nicht fest, es wird sich aber wohl um mehrere 10 000 Euro handeln, so die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft München II stellte gegen den Weilheimer Antrag auf Erlass eines Haftbefehls, der 30-Jährige wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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