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Wahre Baumfans sind (von unten nach oben) Elias (10), Iven (10), David (9) und Arved (8). Sie sind „Plant for the Planet“-Botschafter. Iven hält in der Hand die „Plant for the Planet“-Schokolade – 20 Cent jeder Tafel gehen an die Organisation, bei der Bio-Version sind es 33 Cent. Für jeweils fünf normale beziehungsweise drei Bio-Schokoladen wird ein Baum gepflanzt, sagen sie. 

„Tag des Baumes“

Botschafter aus Weilheim

Weilheim - Heute wird weltweit der „Tag des Baumes“ gefeiert. Die Heimatzeitung hat sich deswegen mit vier jungen Botschaftern der Organisation „Plant for the Planet“ unterhalten.

Sie sind gerade mal zehn, neun und acht Jahre alt, doch sie haben schon viel vor: Elias, Iven, David und Arved wollen die Umwelt retten. Deshalb sind die Buben aus Weilheim seit Herbst Botschafter von „Plant for the Planet“. Die Organisation hat der Pähler Felix Finkbeiner, der inzwischen in Uffing lebt, im Jahr 2007 im Alter von neun Jahren gegründet und fast weltweit bekannt gemacht. Seine Idee war es, auf der ganzen Welt Bäume zu pflanzen, damit diese das schädliche Kohlendioxid (CO2) aus der Luft wieder in gute Luft umwandeln, um so den Klimawandel stoppen zu können. Bis 2020 sollen weltweit 1000 Milliarden Bäume gepflanzt worden sein, aktuell zeigt der Baumzähler auf der Webseite um die 14 Milliarden an.

Um auch andere von der „Plant für the Planet“-Aktion zu überzeugen, wurden die vier Buben zu „Botschaftern für Klimagerechtigkeit“. Aber Botschafter wird man nicht einfach so: Sie lernten bei einer Akademie-Veranstaltung an der Hardtschule in Weilheim, wie man den CO2-Ausstoß verringern kann und auf was es beim Pflanzen der Bäume ankommt. „Das ist gar nicht so einfach“, sagt David. „Das Graben ist manchmal schwierig wegen der Wurzelreste, die oft noch in der Erde sind. Außerdem muss man einen Abstand zu anderen Bäumen einhalten, sonst wachsen sie ineinander.“

Trotzdem pflanzten die Kinder an diesem Akademie-Tag insgesamt 80 Bäume – die vier Botschafter jeweils etwa sechs – in einem Waldstück in der Nähe des Dietlhofer Sees. Dort hatte der Sturm „Niklas“ im vergangenen Jahr einen Teil des Fichtenwalds umgelegt. „Es hat Spaß gemacht, es war cool, dass wir mithelfen durften“, erinnert sich David an den Tag im Wald und seine Freunde grinsen zustimmend. Nur schade, dass es in Bayern keinen Kakaobaum gibt, denn der ist Davids Lieblingsbaum.

Während der Akademie-Tage erfuhr die vierköpfige „Baumbande“ beunruhigende Dinge. „Nordamerika hat einen ziemlich hohen CO2-Ausstoß“, berichtet Elias betroffen. Er findet, „Erwachsene sollten weniger mit dem Auto und mehr mit dem Fahrrad fahren oder auch mehr mit dem Zug und in Fahrgemeinschaften unterwegs sein.“ Sie sollten ohnehin weniger über den Klimawandel reden, sondern tatsächlich auch etwas dagegen unternehmen, sind sich die Buben einig.

Handeln statt reden, das ist auch die Botschaft der Kampagne „Stop talking. Start planting.“, die 2009 in New York startete. „Wobei es ja eigentlich stop tipping, start planting heißen müsste“, wendet David ein. Erwachsene seien heutzutage viel zu sehr vom Handy abgelenkt.

Statt mit dem Handy zu spielen, sind die vier Freunde, die sich schon seit dem Kindergarten kennen, lieber damit beschäftigt, die Natur zu entdecken. Neben ihrer Beschäftigung als Botschafter sind sie daher auch Pfadfinder der Baptistischen Pfadfinderschaft in Murnau.

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