In Begleitung  des „Tabaluga“-Drachens und in Anwesenheit vieler Besucher feierte Peter Maffay das Richtfest. Hinter ihm Albert Luppart von der Stiftung.

Tag der offenen Tür auf Gut Dietlhofen

Peter Maffay feierte, und viele feierten mit

Gleich drei Gründe zum Feiern hatte die Peter-Maffay-Stiftung am Samstag beim ersten „Tag der offenen Tür“ auf Gut Dietlhofen. Ein Vertrag mit der „Deutschen Fernsehlotterie“ wurde unterzeichnet, Richtfest für das neue „Tabaluga-Haus“ gefeiert und ein Multifunktions-Sportplatz eingeweiht.

Weilheim „Lasst uns Freunde sein“, sangen die Kinder aus Hamburg, die in Dietlhofen zu Gast waren, nachdem der Stifter Peter Maffay und der Geschäftsführer der „Deutschen Fernsehlotterie“, Christian Kipper, ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt hatten, in dem für die nächsten drei Jahre eine Zusammenarbeit vereinbart wurde. Die Fernsehlotterie verwendet einen Teil ihrer Einnahmen, um Kinder einen Ferienaufenthalt zu ermöglichen, bei dem sie ihre Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten – etwa in der Musik oder im Sport – ausprobieren können.

Von den 1200 Kindern im Jahr, die eine solche Ferienwoche verbringen, werden einige schon im kommenden Jahr auf Gut Dietlhofen zu Gast sein. Als Unterkunft dient ihnen dann das neu errichtete Gebäude, das Platz für 14 Besucher bietet. Es ist an der Stelle des Gebäudes gebaut worden, in dem die Gutsverwaltung und die Metzgerei waren. Es musste abgebrochen werden, da ein Umbau für die neue Verwendung nicht möglich war. „Jetzt haben wir ein modernes, barrierefreies Haus, das auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist“, so Stiftungsgeschäftsführer Albert Luppart, der der Stadt Weilheim für die gute Zusammenarbeit dankte. Bereits im Februar soll das Haus bezugsfertig sein.

Dritter Höhepunkt war die Einweihung eines Multifunktionssportplatzes. Dessen Bau hatte „Gofus“ bezahlt. „Gofus“ ist eine Vereinigung von Golf spielenden aktiven und ehemaligen Fußballern, die Kinder in schwierigen Situationen unterstützt, wie ihr Geschäftsführer Nico Rulfs den Besuchern erklärte. Zur Eröffnung trugen Kinder ein Spiel aus, bei dem die Fußballlegende Sepp Maier den Schiedsrichter machte.

Das Gut Dietlhofen soll in seiner neuen Funktion nicht nur ein Ort der Begegnung von Kindern sein, die hier unabhängig von Herkunft, Religion und Hautfarbe Gemeinschaft erleben können. „Fußball ist eine Weltsprache“, so Rulfs, „man legt einen Ball in die Mitte – und alle verstehen es.“ Und Maffay fügte an: „Die Musik ist eine weitere Weltsprache, die alle verstehen.“ Deshalb spiele Musik auch eine große Rolle auf Gut Dietlhofen, das ein Ort der Begegnung sein soll, und das auch für die Einheimischen. Deswegen sei auch der „Tag der offenen Tür“ veranstaltet worden. Auf dem Gelände präsentierten sich zahlreiche Einrichtungen aus der Region, darunter die „Weilheimer Tafel“, die Wasserwacht und Herzogsägmühle. Die musikalische Umrahmung übernahm die Hohenpeißenberger Musikkapelle.

Maffay sagte den über 1000 Besuchern, dass die Organisatoren am Vortrag den „Tag der offenen Tür“ witterungsbedingt absagen wollten, sich dann aber doch für die Veranstaltung entschieden hätten, auch, um weit angereiste Fans nicht zu enttäuschen. Der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Und Maffay, der nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch seine menschliche Größe bekannt geworden ist, die er mit der Stiftungsgründung bewiesen hat, nahm das Wetter mit Humor. Als er bei strömendem Regen die Besucher bat, aus dem Festzelt zum Richtfest auf der anderen Seite des Guts zu gehen, riet er ihnen, einen Regenschirm zu nehmen, außer denen, „die noch wachsen wollen – so wie ich.“

Alfred Schubert

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