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Nur der Tisch fehlt noch: Die versammelte Führungsriege des Weilheimer Krankenhauses um Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Geschäftsführer Thomas Lippmann (2.v.l.) in einem der drei ne uen OP-Säle. 

Tag der offenen Tür

Blick in die Herzkammer des  Krankenhauses

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Von außen schaut das Weilheimer Krankenhaus noch aus wie eine Großbaustelle, doch innen sind die ersten Fortschritte sichtbar. Zum Beispiel die neuen OP-Säle, die für 7,5 Millionen Euro errichtet werden: Sie sind der zentrale Blickpunkt für den Tag der offenen Tür am Samstag, 5. Mai.

Weilheim – An einem Großbildschirm ist das Röntgenbild eines gebrochenen Mittelfußes zu sehen, auf einem anderen Monitor flimmert eine Gallenblasen-Operation über den Schirm – natürlich nur, um dem Publikum etwas zu zeigen. So sieht sie aus, die neue OP-Welt im Weilheimer Krankenhaus. Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Krankenhaus-Geschäftsführer Thomas Lippmann und eine geballte Chef- und Oberarzt-Riege führten beim Pressetermin ins Herzstück des neuen Krankenhauses: Die drei OP-Säle sind der erste Bereich, der im Rahmen der 50 Millionen Euro schweren Um- und Erweiterungsmaßnahme fertig wird.

„Für die interessierte Bevölkerung bietet sich die einmalige Möglichkeit, einen Operationssaal zu besichtigen“, sagte Jochner-Weiß. Denn normalerweise liegt man unter Narkose auf dem OP-Tisch, da ist nicht viel mit Sightseeing. Außerdem muss alles steril sein. Doch die OP-Säle gehen erst in den Pfingstferien nach einer zweiwöchigen Sterilisierung in Betrieb, deshalb können sich Besucher dort umsehen. „Das ist tatsächlich die Herzkammer eines Krankenhauses“, vollgestopft mit Technik, die mittlerweile 70 Prozent der Kosten eines neuen OP ausmachen, sagte Lippmann.

Das ist aber bei Weitem nicht das Einzige, was an diesem Tag zu sehen sein wird. „Wir wollen den Bürgern unser komplettes Spektrum zeigen“, sagte Jochner-Weiß. Alle Abteilungen beteiligen sich, von der Gefäßchirurgie über die Innere Medizin bis hin zur Akutgeriatrie. „Das schönste Krankenhaus der Welt hilft nichts, wenn wir nicht Menschen haben, die es mit Leben füllen. Und wir haben die besten Ärzte Oberbayerns“, sagte Lippmann überzeugt.

Prof. Reinhold Lang, Chef der Allgemein- und Viszeralchirurgie, freut sich schon auf die neuen OP-Möglichkeiten. „Wir waren eingebunden bei der Planung, das war toll. Wir haben jetzt das modernste Material, das man sich vorstellen kann.“ Die einzelnen Abteilungen haben sich zahlreiche Ideen einfallen lassen, wie sie Besucher unterhalten können (siehe Kasten). Besucher werden beim Besuch der OP-Räume aber erst einmal über eine merkwürdige Vorrichtung an der Decke rätseln. Schaut aus wie ein Kran – und ist tatsächlich einer: „Damit können Adipositas-Patienten auf den OP-Tisch gehoben werden“, sagte Lang.

Der Tag der offenen Tür am Weilheimer Krankenhaus beginn am Samstag, 5. Mai, um 11 Uhr. Dann startet auch eine Reihe von insgesamt elf Vorträgen, von „Arthrose des Hüft- und Kniegelenks“ über „Bauchschlagaderaneurysma“ und „Schilddrüsenchirurgie“ bis zur „Vorbeugung von Wirbelsäulenbeschwerden“. Besucher müssen aber nicht nur zuhören, sie können sich auch selbst aktiv beteiligen: So bietet beispielsweise die Gastroenterologie Endoskopieren für Kinder an – am Ende des winzigen Greifgeräts wartet als Belohnung ein Gummibärchen. Ähnlich läuft es bei der Allgemeinchirurgie, da dürfen sich Besucher selbst an einem Modell in Schlüssellochtechnik versuchen und am Ende ein Gummibärchen zerschneiden. Man kann sich auch selbst untersuchen lassen, zum Beispiel ein Bauchaortenscreening durchführen lassen oder bei einer Typisierungsaktion teilnehmen. Für Kinder gibt es noch eine Teddyklinik, da werden die Tiere auch geröngt. Das komplette Programm ist zu finden im Internet unter www.gesundheitsversorger2020.de.

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