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Marnbachs Ortsdurchfahrt ist eine der Stellen im Stadtgebiet, wo oft über zu schnelle Autos geklagt wird.

Zwischenbilanz zu Tempokontrollen

„Weilheim ist keine Stadt der Raser“

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Einen „Sicherheitsgewinn“ bringen laut Stadtverwaltung die Tempokontrollen durch den „Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung“ – und das ohne Kosten für die Stadt. Eine erste Bilanz zeige aber auch: Weilheim sei „keine Stadt der Raser“.

Weilheim – Seit Juli 2017 wird in der Stadt Weilheim durch den Zweckverband geblitzt. Der Stadtrat hat sich damals zu der Beauftragung durchgerungen, weil groß angelegte Geschwindigkeitsmessungen im Frühjahr 2016 ergeben hatten, dass „die Beschwerden vieler Weilheimer über Raserei nicht aus der Luft gegriffen sind“, wie es in der entscheidenden Sitzung hieß.

In Absprache mit der Polizei wurden 23 Messstellen festgelegt, wie es diese Woche in einem ersten Bericht über die „Überwachung des fließenden Verkehrs in Weilheim“ – so die offizielle Bezeichnung – im Verkehrsausschuss des Stadtrates hieß. Im ersten Halbjahr (Juli bis Dezember 2017) gab es an diesen Stellen laut Stadtverwaltung insgesamt 178 „Überwachungsstunden“, im gesamten Jahr 2018 dann 280 Stunden. Dabei lag die Beanstandungsquote 2017 bei 6,78 Prozent, 2018 ging sie auf 6,03 Prozent zurück.

Die konkreten Zahlen sehen so aus: 2018 gab es insgesamt 2141 Beanstandungen, wobei sich die „Masse der Überschreitungen“ im Bereich zwischen 6 und 15 Stundenkilometern bewegte. Die Zahl der „höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen“ – Auto- oder Motorradfahrer, die zwischen 21 und 30 Stundenkilometer zu schnell fuhre und dabei geblitzt wurden – lag 2018 bei allen Messstellen insgesamt bei 33. Und zwei Verstöße waren im Fahrverbotsbereich. „Wir sind keine Stadt der absoluten Raser“, so kommentierte Gerhard Bäck, Leiter der örtlichen Verkehrsbehörde der Stadt Weilheim, die Zahlen im Ausschuss.

Insgesamt, so Bäck, seien die Tempokontrollen für Weilheim „ein Sicherheitsgewinn“ – der „bis jetzt keine zusätzlichen Kosten hervorruft“. Für das halbe Jahr 2017 musste die Stadt von den insgesamt angefallenen Kosten (rund 24 500 Euro) effektiv noch 3500 Euro tragen; der Rest finanzierte sich über die Bußgelder selbst. 2018 waren Kosten von insgesamt knapp 39 000 Euro entstanden, doch die Stadt erhielt sogar einen Überschuss von rund 4600 Euro. Dieser solle in „Smiley“- Geräte – sprich: Geschwindigkeits-Anzeigen an bestimmten Straßen – investiert werden, forderte Petra Arneth-Mangano (SPD) im Verkehrsausschuss. „Das wird eh’ gemacht“, antwortete Bürgermeister Markus Loth (BfW). „Die Stadt gibt immer mehr Geld für Verkehrssicherheit aus als sie einnimmt“, erklärte Bäck gegenüber unserer Zeitung. Aktuell seien in Weilheim fünf solcher Geräte (die nur der Information dienen) fest installiert; weitere sollen in der nächsten Zeit folgen, etwa in Marnbach.

Zurück zu den Messstellen, an denen geblitzt wird: Diese befinden sich laut Bäck zur Hälfte an Staatsstraßen, zur Hälfte an Wohnstraßen. In verkehrsberuhigten Bereichen gibt es bisher keine. Von den insgesamt 23 Messstellen wurden zwei vorübergehend aus der Überwachung genommen, weil die Beanstandungsquote „fast null“ war. Zwei bis drei weitere sind in Planung. FW-Sprecher Walter Weber regte in der Sitzung an, die Murnauer Straße dazuzunehmen, wo „teils deutlich schneller als 50 km/h“ gefahren werde. Doch dort seien Messungen „schwierig“, so Bäck, der Bereich sei zu kurz.

„Ich will auch, dass angemessen gefahren wird“, sagte Uta Orawetz (CSU), „Smiley“- Geräte finde sie deshalb gut, doch das Blitzen weniger. „Die meisten Weilheimer fahren nicht absichtlich zu schnell, sondern weil’s halt mal passiert“, so Orawetz. Und „die wenigen“ Geblitzten würden – weil sie „zum Beispiel mit 37 km/h in der 30er-Zone fahren“ – „das Ganze finanzieren“. CSU-Kollege Klaus Gast sah das ein bisschen anders: „Wenn ich in der 30er-Zone oder auch im 50er-Bereich ,nur’ 15 km/h zu schnell fahre, ist das nicht marginal“.

Claus Reindl (BfW), der Verkehrsreferent des Stadtrates, hält die Tempokontrollen für „erfolgreich“; sie würden „das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung stärken“. Das bestätigte Bürgermeister Loth. Zwar gebe es im Rathaus immer wieder Beschwerden über zu schnelles Fahren, doch die Zahl sei zurückgegangen.

Magnus Reitinger

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