+
Neben der Arbeit am neuen Album spielen „ The Notwist“ im Juni in Hamburg. Micha (2.v.l.) und Markus Acher (3.v.l.) haben dort mehrere große Auftritte. 

Weilheimer als „Artists in Residence“ beim Elbjazz-Festival

„The Notwist“: Neues Album, große Ehre

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
    schließen

Seit dem letzten Studio-Album sind schon wieder sechs Jahre vergangen – es wird also Zeit für Neues von „The Notwist“. Im Herbst soll es so weit sein. Zuvor gibt es aber noch einen großen Auftritt in Hamburg – wo Markus und Micha Acher ganz besondere Ehre zuteil wird.

Weilheim – Eben erst begeisterte „The Notwist“ das Publikum beim „Brechtfestival“ in Augsburg. Doch ansonsten müssen sich Fans der viel gerühmten Band aus Weilheim heuer in Geduld üben. Fürs gesamte Jahr 2020 ist bisher nur noch ein einziges „Notwist“-Konzert angekündigt. Aber das immerhin in einem höchst würdigen Rahmen: bei „Elbjazz“ im Hamburger Hafen, einem der wichtigsten Jazzfestivals Europas. Dort werden am 5. und 6. Juni bei insgesamt rund 50 Konzerten, unter anderem in der Elbphilharmonie, über 30 000 Zuhörer erwartet. Und die „Notwist“-Köpfe Markus und Micha Acher, beide in Weilheim aufgewachsen, fungieren als „Artists in Residence“ – also als Künstler, die besonders im Blickpunkt des Festivals stehen und dort gleich mehrere Auftritte haben.

„Eine der bedeutendsten deutschen Bands“

Die Veranstalter begründen ihre Wahl mit der „stilistischen Offenheit und unaufhörlichen Aktivität“ der beiden Brüder: „Wie wenigen anderen Künstlern gelingt es Markus und Micha Acher, in unzähligen Bandprojekten und Formationen ein innovatives, gelungenes Wechselspiel zwischen verschiedenen Genres wie Indie-Rock, Elektronika und Jazz zu kreieren. Insbesondere mit ,The Notwist’ haben sie sich in den 30 Jahren ihres Bestehens sowohl zu einer der international bedeutendsten deutschen Indie-Bands entwickelt, als sich auch musikalisch immer wieder neu erfunden.“

Auch interessant: Ein Sammlerstück von „The Notwist“

Ihre Vielseitigkeit beweisen die Brüder bei „Elbjazz“ gleich mit vier Projekten: Neben dem Konzert von „The Notwist“ am 5. Juni gibt es einen Auftritt von „Fehler Kuti“ (Künstler Julian Warner bedient sich am Synthesizer-Repertoire der Achers). Am 6. Juni jazzt Micha Acher dann gemeinsam mit Drummer Günter „Baby“ Sommer und dem Weilheimer Saxofonisten Johannes Enders. Und Markus Acher ist in der Elbphilharmonie mit „Spirit Fest“ zu erleben, einem gemeinsamen Projekt mit dem englischen Soundtüftler Mat Fowler und dem japanischen Avantgarde-Folk-Duo „Tenniscoats“. Die Berliner „taz“ rühmt „Spirit Fest“ als „internationale Supergroup des Dream-Pop“.

Neues Album bietet auch Überraschungen

Aber auch, wer nicht eben nach Hamburg reisen kann und mag, darf sich freuen: Im Herbst soll ein neues Album von „The Notwist“ erscheinen – über sechs Jahre nach der letzten Studio-Platte „Close To The Glass“. „Wir sind schon relativ weit, das Ende ist in Sicht“, erklärte Markus Acher kürzlich in einem großen Interview des Online-Musikmagazins „laut.de“: „Im Großen und Ganzen sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir wissen, wie alles klingen soll.“

„Notwist“-Fans könnten dabei durchaus die ein oder andere Überraschung erleben: Auf dem Album werde es zwei, drei Stücke geben, die man „so bisher noch nicht gemacht“ habe, „auch vom Arrangement her“. Doch werde „der Albumsound wieder durchgängiger“, wie Markus Acher in dem Interview sagte: „Die Stücke sind klanglich miteinander verbunden.“

mr

Lesen Sie auch: Die Stadt Weilheim fordert Respekt

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erweiterung in Richtung Dietlhofer See? Kreisräte haben viele Fragen zur Berufsschule
Erweiterung in Richtung Dietlhofer See? Kreisräte haben viele Fragen zur Berufsschule
Weilheim: Neuer Medele-Standort ist für die Stadt „alternativlos“
Weilheim: Neuer Medele-Standort ist für die Stadt „alternativlos“
Entscheidung gefallen: „Geiger Automotive“ zieht nach Penzberg um - wenig Begeisterung in Garmisch
Entscheidung gefallen: „Geiger Automotive“ zieht nach Penzberg um - wenig Begeisterung in Garmisch
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Fünf neue Fälle und ein Test-Problem
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Fünf neue Fälle und ein Test-Problem

Kommentare