Ein Motor für die Wirtschaft im Landkreis ist die Firma „Roche“ in Penzberg. Das Bild zeigt den Finanz-Staatssekretär Jens Spahn bei einer Einweihungsfeier im Juli 2017.

„Top 30 der erfolgreichsten Regionen Deutschlands“

Landkreis bei „Focus“-Studie auch dank „Roche“ im Vorderfeld

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Unter die „Top 30 der erfolgreichsten Regionen Deutschlands“ schafft es der Landkreis im aktuellen Ranking des Magazins „Focus Money“: Im bundesweiten Vergleich belegt Weilheim-Schongau den 19. Platz. Trotz dieses guten Ergebnisses ist die Platzierung ein Abstieg – 2017 lag der Landkreis noch auf Rang 8.

Landkreis – Landrätin Andrea Jochner-Weiß sieht die Platzierung dennoch positiv: „Das ist immer noch eine sehr gute Leistung – wir sind vorne mit dabei.“ Der Landkreis sei eine „lebens- und liebenswerte Region“, in dem sich die Menschen wohlfühlen würden.

Verglichen wurde im „Landkreis-Test“ die Wirtschaftskraft von insgesamt 381 Regionen und kreisfreien Städten. Die Basis für die Daten kommt von den Statistischen Landesämtern und der Agentur für Arbeit. Dass nicht alle Landkreise Deutschlands in der Studie berücksichtigt wurden, liegt daran, dass in einigen Fällen nicht ausreichend Angaben vorlagen.

Erstellt wird das Ranking anhand sieben verschiedener Faktoren: Arbeitslosenquote, BIP-Wachstum, Bevölkerungswachstum, Erwerbstätigenentwicklung, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe, Bruttowertschöpfung und verfügbares Einkommen je Einwohner.

Besonders gut schnitt der Landkreis in der Kategorie „Investitionen im verarbeitenden Gewerbe“ ab. Die Region liegt hier im bundesweitem Vergleich auf dem zweiten Platz. Laut „Focus Money“ wurden im Jahr 2015 25 750 Euro pro Beschäftigten in der verarbeitenden Industrie investiert – also in denjenigen industriellen Betrieben, die Rohstoffe und Zwischenprodukte verarbeiten und Endprodukte erzeugen. Zum Vergleich: Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 9638 Euro.

Dieses Ergebnis geht laut Jochner-Weiß vor allem auf die Umbau-Maßnahmen der Firma „Roche“ am Standort Penzberg zurück. Allein in das neue Ausbildungszentrum und in neue Labore investierte das Biotechnologie-Unternehmen mit fast 6000 Mitarbeiterin über 350 Millionen Euro.

„Es lohnt sich auf jeden Fall, sich alle Zahlen in der Auswertung anzuschauen“, so Jochner-Weiß. Dabei werde noch einmal deutlich, dass der Landkreis eine erfolgreiche Region sei. „Dazu tragen alle großen und kleinen Betriebe und Einrichtungen in der Region bei“, erklärt die Landrätin. Einzig in der Kategorie „Arbeitslosenquote“ hätte sie sich eine noch bessere Platzierung erwartet – der Landkreis liegt hier im guten Mittelfeld.

Platz eins des Gesamtrankings belegt in diesem Jahr im Übrigen Böblingen, ein kleiner Landkreis bei Stuttgart, der seine wirtschaftliche Stärke vor allem aus der Automobilbranche und großen IT-Unternehmen zieht. Er löste den Vorjahressieger Ebersberg ab. München liegt auf Rang fünf.

Marion Neumann

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