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Angebot für Urlauber: Gratis-Busfahren mit der „Königscard“

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Von: Andreas Baar

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Ein Stück Plastik für mehr Spaß im Urlaub: Das verspricht die „Königscard“ den Besitzern. © Königscard GmbH

Der Tourismusverband Pfaffenwinkel steht mit seinem ÖPNV-Projekt in den Startlöchern: Gäste sollen mit der „Königscard“ kostenlos Bus fahren dürfen. Allerdings haben nur wenige Gemeinden Interesse.

Landkreis – Der Weg zum ÖPNV-Service zieht sich seit fast zwei Jahren hin. Im Sommer 2018 beriet der Rottenbucher Gemeinderat als erster über die Idee des Tourismusverbands Pfaffenwinkel: Mit einer elektronischen Gästekarte sollten Urlauber kostenlos in der Region Bus fahren können. Anschauungsunterricht hatte Verbands-Geschäftsführerin Susanne Lengger bei den Nachbarn im Allgäu und im Ammertal holen können. In Bad Bayersoien, neben den Ammergauer Alpen auch Mitglied in Lenggers Verband, wird es seit Jahren erfolgreich über die „Königscard“ in den RVO-Bussen praktiziert. „Wir wollen das jetzt für den Pfaffenwinkel realisieren“, gab Lengger damals gegenüber der Heimatzeitung die Marschrichtung vor. Zwei Jahre später wird es konkret. 

Thema in Verbandsversammlung

Die Angebote der Verkehrsunternehmen liegen vor, berichtete Lengger in der jüngsten Verbandsversammlung. Entschieden ist zwar noch nichts, aber es läuft wohl auf den RVO hinaus. Dazu käme das Ostallgäu , wo es das kostenlose Angebot bereits für RVA-Busse und die Bahn gibt. Neben dem Ammertal ist zudem seit heuer die Urlaubsregion „Blaues Land“ über Regionalbusse und DB Regio mit im Boot. Lengger schwärmte in der Versammlung deshalb von „einer Komplettabdeckung“ – und zwar ganztägig für Weilheim-Schongau.

Kurbeitrag ist nötig

Allerdings gibt es ein Problem: Die Kommunen brauchen zur Finanzierung der kostenlosen Fahrten einen Kurbeitrag. Das mag mit ein Grund sein, warum erst drei Gemeinden laut Lengger „ein starkes Interesse“ haben – Rottenbuch, Steingaden und Bernried. Mit den Abgaben würden die Rechnungen beglichen, die der RVO beziehungsweise die Dachmarke „Vitales Land“ für den Allgäuer Teil direkt den Gemeinden stellen – diese Praxis gilt als wahrscheinlich. Der Tourismusverband ist außen vor, könne jedoch unter anderem bei der finanziellen Abwicklung und beim Marketing unter die Arme greifen, so Lengger. 

Technik ist vorhanden

Dass es bei der elektronischen Gästekarte die „Königscard“ wird, bestätigt sie auf Nachfrage. „Die Technik ist vorhanden, das haben wir schon.“ Das Bonussystem im Scheckkartenformat – es wird bei der Anmeldung vom teilnehmenden Gastgeber an den Urlauber verteilt, der damit spezielle Angebote der Partnerbetriebe nutzen kann – wurde 2017 im Landkreis eingeführt.

Rottenbuch grundsätzlich bereit

Im Tourismusverband wollte man den ÖPNV-Service eigentlich zum April 2020 einführen. „Das ist aber wohl nicht zu halten“, gibt die Geschäftsführerin zu bedenken – eher werde es Mai werden. Grund: Der Verband kann das Ferienzuckerl seinen Mitgliedern nicht überstülpen. „Das entscheiden die Gemeinden selber.“ In Rottenbuch übrigens hatte der Gemeinderat im Sommer 2019 grundsätzlich die Teilnahme beschlossen.

Lesen Sie auch: Kostenlose Fahrten für Touristen.

Ebenfalls interessant: Die „Königscard“ kommt.

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