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Vier Häuser, ein Geschäft – so war es bisher bei Hapfelmeier. Jetzt mussten sie das hintere Haus mit den Arkaden (rosa) jedoch aufgeben.

Großer Umzug

Traditionsgeschäft Hapfelmeier in Weilheim: Warum aus 4 jetzt 3+1 wurde

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Dieser Herbst war für das alteingesessene Sport- und Modegeschäft Hapfelmeier ein großer Einschnitt: Am Stammsitz  in der Fußgängerzone musste ein Teil des Geschäfts aufgegeben werden, die Sportartikel-Abteilung zog ins ehemalige Lager an der Krumpperstraße. Und die Probleme sind noch nicht zu Ende.

Weilheim – Bis vor einigen Wochen war die Hapfelmeier-Front der mit Abstand größte Ladenbereich in der Fußgängerzone. Doch es war nicht ein Haus, sondern vier Gebäude, die zu einem großen Laden zusammengefasst worden waren. Mit den Hausbesitzern bestehen langjährige Mietverträge, „da gab es nie Probleme“, sagt Geschäftsführerin Christine Hapfelmeier. „Wir haben mit allen ein sehr gutes Verhältnis.“ Das galt eigentlich auch für den bisher letzten Zugang: Das Haus Richtung Marienplatz mit den markanten Arkaden war vor 27 Jahren die letzte große Erweiterung des Familienbetriebs in Weilheim, der auch Filialen in Garmisch-Partenkirchen und Kempten betreibt.

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Doch es gab ein großes Problem, nämlich immer wieder Wasserschäden. Zum Teil lag das an den Pflasterarbeiten der Stadt, dass sich das Wasser bei großen Regenmengen den Weg zum tiefsten Punkt der Fußgängerzone suchte, nämlich den Hapfelmeier-Häusern. So musste der Keller des jetzt abgegebenen Hauses bereits vor einiger Zeit aufgegeben werden, weil er nicht mehr trocken zu bekommen war. Doch es gab noch andere Wasser-Probleme in dem Gebäude – genauer will Hapfelmeier nicht ins Detail gehen. „Es gibt einen Rechtsstreit mit dem Vermieter“, sagt sie. Rechtsanwalt Reinhard Weber aus München, der die Hausbesitzerin vertritt, sagt nur, dass die Firma Hapfelmeier den Mietvertrag gekündigt habe und die Gründe nicht bekannt seien.

„Irgendwann war die Grenze erreicht“

Man habe lange überlegt, ob man wirklich den Schritt gehen und das Gebäude aufgeben wolle, sagt Hapfelmeier. Doch letztlich habe man keine andere Möglichkeit gesehen: „Irgendwann war eine Grenze erreicht.“ Um weiter das gewohnte Sortiment anbieten zu können, sei man auf die Idee gekommen, das bisherige Lager an der Krumpperstraße zum Geschäft umzubauen.

Sortiment nicht verkleinert, nur anders angeordnet

Das war viel Aufwand, hat sich laut Hapfelmeier aber gelohnt. „Natürlich mussten sich die Kunden anfangs umorientieren, aber wir hatten Pläne gedruckt, wo die Zweigstelle zu finden ist.“ Und vor allem auswärtige Gäste seien von der Möglichkeit, direkt vor dem Laden parken zu können, angenehm überrascht gewesen. Denn in der neuen Sport-Filiale gibt es Parkplätze im Hof. „Und anders, als oft behauptet wird, haben wir unser Sortiment insgesamt nicht verkleinert, sondern nur anders angeordnet“, betont die Chefin. Man bekomme die gleiche große Auswahl wie früher.

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Für ihre Familie und die Mitarbeiter sei es ein anstrengendes Jahr gewesen, sagt Hapfelmeier. Denn neben den Wasserschäden, die beseitigt werden mussten, wurde auch der von den Kunden laut Hapfelmeier sehr geschätzte neue hintere Zugang zur Herzog-Christoph-Straße eingebaut, ehe jetzt der Teil-Umzug erfolgte. Die Chefin selbst ist ständig zwischen dem Einrichten der neuen Räume und dem Herrichten der alten Filiale beschäftigt.

Geschäftsführerin Christine Hapfelmeier im ehemaligen Lager in der Krumpperstraße, in dem nun die Sportabteilung untergebracht ist.

Dort gibt es vor der geplanten Übergabe zum 1. Dezember ein weiteres Problem: Im Dachgeschoss hatten Hapfelmeiers einige Räume, die nicht als Ladenfläche nutzbar waren, als Wohnungen untervermietet. Einer der Mieter weigert sich aber trotz Räumungsklage auszuziehen, sagt Hapfelmeíer. Sollte das auch nach dem Ende des Mietvertrags der Fall sein, wird verlangt, dass sie für das gesamte Haus weiter an die Besitzerin bezahlen.

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