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Große und kleine Mitwirkende gab es bei der Stadtwette (hier der zehnjähriger Klavierspieler Nelson aus Peißenberg, der das Gymnasium Weilheim besucht).

2. Weilheimer Stadtwette

Trotz gewonnener Wette gab’s in Weilheim Freibier – aber mit Hindernissen

Das hatte sich die CSU Weilheim vermutlich ganz anders vorgestellt: An ihrer Stadtwette beteiligten sich nicht genug Menschen, um ein dreistündiges Programm zu gestalten. Obwohl die CSU damit ihre Wette gewonnen hatte, gab sie dann Freibier aus – aber auch das lief nicht reibungslos.

Weilheim – Marienplatz, Freitag, 17 Uhr: Eigentlich sollte die Stadtwette beginnen, zu der der Weilheimer Ortsverband der CSU die Bürger aufgerufen hatte. Die Politiker hatten 100 Liter Freibier darauf gewettet, dass es Bürger und Vereine aus der Stadt nicht schaffen würden, die Weilheimer drei Stunden lang mit Vorführungen zu unterhalten. Auf der Bühne vor dem Stadtmuseum tat sich aber nichts, und es waren auch nur wenige Zuschauer da, was sich aber später änderte.

17.20 Uhr: Der Moderator der 2. Weilheimer Stadtwette trat ans Mikrofon und verkündete: „Jetzt fang ma einfach mal an.“ Die Marnbacher Zitherspielerinnen nahmen auf der Bühne Platz und spielten mehrere Stücke. Es folgten Jugendliche, die ihre Darbietungen am Klavier brachten. Auch das Weilheimer Stückl „S’Gras auf der Stadtmauer“ und eine Zukunftsvision vom Urlaub auf Mars, Saturn und dem Hohen Peißenberg kamen zum Vortrag.

Und hier geht es zur Bilderstrecke.

Unterbrochen wurde die Wette um 18 Uhr, als die Kirchenglocken zum Weltfriedenstag läuteten. Anschließend folgte ein Friedensgebet, bevor die Künstler ihre Auftritte fortsetzten.

19.50 Uhr: Ende der Auftritte. Und obwohl die CSU die Wette gewonnen hatte – es fehlte ein halbe Stunde an Darbietungen –, entschied sie sich, das Freibier auszugeben. Und damit folgte der nächste „Auftritt“. Die Christsozialen zeigten, wie man ein Fass nicht anzapfen sollte. Das Freibier hatte man gewählt, weil es laut Wagner „ein bisschen einfacher“ ist als die Einlösung des Wetteinsatzes bei der 1. Stadtwette vor zwei Jahren. Damals seilten sich Organisatoren vom Kirchturm ab.

Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. Zuerst wurde das falsche Fass zum symbolischen Anzapfen gebracht. Als das richtige Fassdann da war, fehlte das Zapfzeug – laut Wagner hatten es die Organisatoren einfach vergessen. Während es geholt wurde, spekulierten die Zuschauer über den Grund für diese Panne. Diejenigen, die das Ganze für eine gut gemachte Inszenierung hielten, die die Dramatik des Geschehens steigern sollte, hatten die Zweidrittelmehrheit.

Als das Zapfzeug da war, folgte die nächste Panne: Der Hammer war zu leicht. So gelang es Angelika Flock nicht, das Fass anzuzapfen. Schließlich sprang Klaus Gast ein und hämmerte den Zapfhahn mit einer rekordverdächtigen Schlagtirade ins Fass. Das Publikum hatte seine Gaudi. Selbst als der Moderator sagte, dass die Gäste angesichts des einsetzenden leichten Nieselregens jetzt heimgehen könnten – „dann bleibt den anderen mehr Freibier“ – verließ keiner den Platz.  st

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