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TSV-Jubiläum: Höchst vitaler 175-Jähriger feiert groß Geburtstag

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Von: Roland Halmel

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Prominente Gratulantenschar: (v.l.) Neben dem Gastgeber Dieter Pausch sprachen auch Alfons Hölzl vom Bayerischen Turnerverband, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Bürgermeister Markus Loth und BLSV-Präsident Jörg Ammon.
Prominente Gratulantenschar: (v.l.) Neben dem Gastgeber Dieter Pausch sprachen auch Alfons Hölzl vom Bayerischen Turnerverband, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Bürgermeister Markus Loth und BLSV-Präsident Jörg Ammon. © Foto: Halmel

Der TSV Weilheim feierte seinen 175. Geburtstag mit 80 geladenen Gästen beim großen Festabend. Dabei sparten die Festredner dem Anlass entsprechend nicht mit Lob für den Traditionsverein.

Weilheim – Mit einer brennenden Jahreszahl den Festabend zu beschließen – diese Idee hatte etwas. Das letzte Bild der lodernden „175“, die auf dem Sportplatz flackerte, brannte sich im wahrsten Sinne des Wortes ein und hatte symbolträchtigen Charakter.

Mit seinem stolzen Alter von 175 Jahren ist der TSV Weilheim immer noch „on fire“. Das zeigte der zweitälteste Sportverein Bayerns bei seinem Festabend, bei dem dieses nicht alltägliche Vereinsjubiläum gefeiert wurde. 80 geladene Gäste aus Politik und Sport kamen dazu in das Sportzentrum an der Pollinger Straße, um nicht nur den Jubilar hoch leben zu lassen und Geschenke zu überbringen.

Sie bekamen bei den Einlagen der TSV-Sportler aus den Abteilungen Turnen, Tanzsport, Jiu-Jitsu, Aikido und Judo auch gleich noch die große Bandbreite präsentiert, die den größten Sportverein der Kreisstadt mit seinen rund 4200 Mitgliedern auszeichnet.

Lob von Landrätin und Bürgermeister für die Arbeit des Vereins

„Der TSV leistet einen unverzichtbaren Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander“, lobte Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrem Grußwort die Arbeit des Traditionsvereins. In die gleiche Kerbe schlug auch Weilheims Bürgermeister Markus Loth, der wie die Landrätin in die Geschichte zurückblickte und mit Dankesworten nicht sparte. „Der Einsatz der Vereinsmitglieder kann gar nicht genug gewürdigt werden“, erklärte Loth.

„Wir sind alle megastolz auf den TSV. Er ist 175 Jahre gelebte Tradition“, ergänzte im Anschluss BLSV-Präsident Jörg Ammon, der dem Jubilar eine Urkunde und ein Geldgeschenk überreichte.

Nicht nur nach hinten, sondern auch in die Zukunft blickte Alfons Hölzl, der Chef der bayerischen Turner: „Es liegen große Aufgaben und Herausforderungen vor uns, und dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten. Corona hat uns schließlich gezeigt, was uns allen fehlt, wenn man beim Sport nicht zusammen kommen kann“, meinte Hölzl, der dem TSV eine Metallplakette des Turnerbunds überreichte.

Seitenhieb auf Zickzackkurs des Landkreises beim Turnhallenbau

Ein Fahnenband hatte im Anschluss der Vorstand des TSV Starnberg, einer der Patenvereine der Weilheimer, als Geschenk im Gepäck. Einen Scheck gab es von dem Präsidenten des TuS Fürstenfeldbruck.

„Es ist ein besondere Ehre für mich dieses Jubiläum mit ihnen zu feiern“, zeigte sich der TSV-Vorsitzende Dieter Pausch bei seiner Festrede sichtlich gerührt. „Sport kann sich entwickeln, dazu braucht er aber auch Sportstätten“ – mit diesen Worten ging Pausch dann doch kurz auf das derzeit heftig diskutierte Thema „Turnhallen“ in Weilheim ein. Passend dazu zeigte er viele historische Bilder von Hallen und Sportplätzen in der Kreisstadt. „Wir sind mit unseren 175 Jahren sehr gut aufgestellt. Wir bieten Sport für die ganze Familie“, schloss Pausch, ehe er eines der ältesten Mitglieder, Hans Vollmann, der seit 77 Jahren beim Verein ist, zu seinem 97. Geburtstag gratulierte, den er wenige Tage zuvor gefeiert hatte.

Feuershow als krönender Abschluss

Die Familie stand danach im Mittelpunkt der Rede von Eva-Marie Schweiger, die Pausch zuvor für ihre Verdienste für den Sportverein zum Ehrenmitglied ernannte. „Meine Eltern waren schon beim TSV aktiv und es ist mir eine große Freude, dass auch meine Kinder intensiv dabei sind“, meinte die stellvertretende Vorsitzende, die mit zwei Wünschen schloss. „Für die nächsten 25 Jahre wünsche ich mir eine Stärkung der Familie und des Ehrenamts“, sagte Schweiger, ehe eine Einlage der Vaganti und eine eindrucksvolle Feuershow von „Juggling & More“ um Max Braune den offiziellen Teil des fast dreistündigen abwechslungsreichen Festabends beschlossen.

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