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Ein Fest der Demokratie sind die Wahlen. Und die Jugendlichen wollen gern mitfeiern.

U 18-Wahl am 5. Oktober

Jugendliche bekommen eine Stimme

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Bei der „U 18-Wahl“ am 5. Oktober können Minderjährige in zahlreichen Einrichtungen im Landkreis ihren politischen Willen bekunden.

Landkreis – Ein Kreuz in der Wahlkabine machen – das ist in Bayern erst ab 18 Jahren möglich. Doch ist diese Regelung noch zeitgemäß? Damit auch Jugendliche zeigen können, dass ihnen ihre Stimme wichtig ist, läuft im Vorfeld der Bayerischen Bezirks- und Landtagswahlen das Projekt „U 18 hat gewählt – deine Stimme zählt“. Gemeinden, Schulen, Jugendhäuser und Vereine verwandeln sich dazu am 5. Oktober in Wahllokale für die Wähler der Zukunft.

Im Landkreis gibt es 15 Einrichtungen, die an dem Projekt teilnehmen – und bis zum Wahltag könnten es noch mehr werden. In Penzberg gibt es außerdem noch eine weitere Besonderheit: Hier können Kinder und Jugendliche nicht nur an der U 18-Wahl teilnehmen und im Städtischen Jugendzentrum sowie an zwei Schulen ihre Stimme für die Bezirks- und Landtagswahl abgeben. Sie können auch ihre Meinung zum Bürgerentscheid „Hallenbadneubau oder Sanierung“ kundtun.

Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärt das folgendermaßen: „Bei der Jungbürgerversammlung haben sich die Jugendlichen begeistertet zum Thema Hallenbad und Rutschengestaltung eingebracht. Da ist es für uns selbstverständlich, dass sie auch ihre Meinung zum Bürgerentscheid mitteilen dürfen.“ Laut Lisa Nagel vom Familienbüro der Stadt Penzberg gäbe es in der Stadt insgesamt 2845 Kinder und Jugendliche – miteingerechnet sind dabei allerdings auch Babys und Kleinkinder. Wie viele ältere Kinder und Jugendliche vor Ort von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen werden, wird sich noch zeigen. Veröffentlicht werden diese Ergebnisse zum fiktiven Bürgerentscheid allerdings nicht direkt nach der Wahl, sondern erst nach dem 14. Oktober, an dem der reguläre Entscheid stattfindet.

Im Anschluss U18-Aktionswoche geplant

Aber ist es sinnvoll, Minderjährige ein Kreuzchen machen zu lassen, wenn ihre Stimmen nicht in die „echten“ Wahlergebnisse mit eingerechnet können? Zwar haben die Stimmen der Kinder und Jugendlichen vorerst keinen Einfluss auf das Wahlergebnis der regulären Wahlen oder des Bürgerentscheids. Sie dienen aber als Anregung für die Zukunft. Die U 18-Wahl-Ergebnisse werden zudem im Nachhinein öffentlich diskutiert.

Im Landkreis ist dazu einiges geplant, um diese Stimmen nicht sang- und klanglos untergehen zu lassen. So startet das Landratsamt mit dem Kreisjugendring nach den U18-Wahlen am 5. Oktober eine Aktionswoche. Gemeinsam mit Jugendlichen sollen die ausgezählten Stimmen diskutiert werden: Im Rahmen einer „Tour“ durch die Region mit einem VW-Bus mit Medienausstattung. Von 8. bis 11. Oktober sollen die Orte Weilheim, Schongau, Murnau und Garmisch angefahren werden.

Kinder und Jugendliche, die an den Wahlen teilnehmen möchten, erhalten im Übrigen keine spezielle Wahlbenachrichtung, es gibt auch kein Wählerverzeichnis. Politisch Interessierte unter 18 Jahren können einfach in einem der Wahllokale in ihrer Nähe vorbeikommen und einen Stimmzettel ankreuzen.

Eine Übersicht

über alle Wahllokale im Landkreis sowie deren Öffnungszeiten gibt es unter www.u18.org. Immer noch kommen täglich weitere Wahllokale dazu.

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