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Schweres Gerät war Ende 2016 für die ersten Module nötig. 

Umbau des Weilheimer Krankenhauses

Polizeieskorte für 34 Container

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Der rund 43 Millionen Euro teure Umbau des Weilheimer Krankenhauses geht in die nächste Phase. Das neue Bettenhaus auf dem Wirtschaftshof wird ab kommendem Montag aus Container-Modulen errichtet.

Weilheim – Die Anlieferung bedeutet ab 6 Uhr eine längere Verkehrsbehinderung, vor allem für Besucher und Anwohner. Von 7. bis 18. August gilt laut straßenrechtlicher Anordnung der Stadt in der gesamten Röntgenstraße ein absolutes Halteverbot. Dieser Zeitraum wurde vorsorglich angesetzt, die Krankenhaus GmbH rechnet allerdings damit, dass das Halteverbot voraussichtlich nur für die nächste Woche gelten muss.

In dieser Woche werden 34 Module angeliefert und montiert. Die Stahlkonstruktionen bekommen eine Putzfassade. Dafür wurde auf dem Wirtschaftshof das Fundament gelegt. Die Stationen 2 und 4 werden mit einem Durchgang erweitert und an den Neubau angeschlossen. In den Containern finden Patientenzimmer, Untersuchungsräume sowie Räume für Personal und Material Platz, teilt Krankenhaus-Sprecherin Isa Berndt mit. In dem Gebäude entstehen 42 neue Betten. Sie sollen die Stationen im Altbau entlasten, die renoviert werden.

Für den Bau ist schweres Gerät nötig. Aus dem Raum Leipzig rollen bis zu 30 Meter lange Schwertransporter an. Sie befördern die knapp 5,30 Meter breiten und 20 Tonnen schweren Module. 34 Fahrzeuge und zwei Autokräne, ausgelegt auf 500 und 200 Tonnen, sind über mindestens vier Tage im Einsatz, so Berndt. 13 solcher Module waren bereits Ende vergangenen Jahres für die Station 8.1. geliefert worden. Die Konvois werden ab Dienstag erwartet. Die schweren Brummis stoppen nachts in Höhenrain und machen sich gegen acht Uhr nach Weilheim auf.

Für Anlieferung und Lagerung der Module braucht es in der Röntgenstraße das Halteverbot, erklärt Lothar Ragaller, bei der Krankenhaus GmbH Koordinator des Bauprojekts. Betroffen sind alle Parkplätze und -buchten. Ebenfalls gesperrt sind die Schulparkplätze, diese werden für die Baufahrzeuge genutzt. Weiter frei bleiben dagegen die Stellplätze für das Ärztehaus. Ebenso ist der Krankenhauseingang an der Röntgenstraße in Betrieb, Rettungs- und Fahrdienste können anfahren. Die Krankenhaus GmbH will die Anwohner informieren. Doch gerade Besucher des Krankenhauses müssen sich umstellen. Bauleiter Ragaller rät ihnen: „Am besten weiträumig in Nebenstraßen parken.“ Oder auf den ÖPNV oder das Fahrrad umsteigen.

Insgesamt sei man im Zeitplan, ist Ragaller mit dem Großprojekt im laufenden Betrieb zufrieden. Obwohl beim jetzigen Modulbau zwei Wochen verloren wurden – die angedachte verkehrsrechtliche Anordnung für die Olympiastraße war nicht möglich gewesen, heißt es.

An das Halteverbot sollten sich Verkehrsteilnehmer halten. Es werde kontrolliert und Falschparker werden sofort entfernt, warnt der Bauleiter. Die zwei täglich anrückenden Schwerlaster begleitet sogar die Bundespolizei. Mit dabei hätten die Ordnungshüter einen Abschleppwagen.

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