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Unterschriftenliste mit Verkehrsminister: Alexander Dobrindt (mit Brille) erhielt im Landratsamt das Paket von Dr. Oskar Handow. Mit auf dem Bild Vertreter der beiden Bürgerinitiativen, von links: Josef Niedermaier, Anna-Maria Standl, Johann Seemüller, Beate Modl, Klaus Gast (Ortssprecher von Marnbach-Deutenhausen), Jakob Promberger, Peter Höldrich, Kathrin Hauser, Lukas Leis und Sissi Windele. 

Umfahrung für Weilheim

Ja zu früher Bürgerbeteiligung

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Weilheim - Bei Projekten wie einer Umfahrung könne die Diskussion mit Bürgern nicht früh genug beginnen. Das sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, als ihm zwei Bürgerinitiativen 2582 Unterschriften übergaben. Er nahm sich eineinhalb Stunden Zeit für deren Anliegen. Dabei gab’s auch Seitenhiebe gegen die Stadt.

Die Unterschriften waren von der Bürgerinitiative „Heimat 2030“ – sie ist „gegen eine Umfahrung im Osten und im Westen und für eine offene und gewissenhafte Prüfung der Unterfahrungslösung“ – und der „Bürgerinitiative Marnbach-Deutenhausen gegen eine Weilheimer Ostumfahrung“ gesammelt worden. Sie machen damit gegen einen weiteren Flächenverbrauch und eine „Zerstörung der Stärken Weilheims“ mobil. Zu Letzteren zählen sie die „attraktive Wohnlage“ und die „schützenswerte Naturlandschaft“. In dem Begleitschreiben zu den Unterschriftenlisten heißt es aber auch, dass die Initiativen weder eine Weiterentwicklung der Stadt noch einen Ausbau der Infrastruktur Weilheims behindern wollen. Dazu sollte aber die „bestmögliche und zukunftsträchtigste Variante“ gefunden werden, und das sei, so die BIs, eine Tieferlegung der B 2. „Heimat 2030“-Sprecher Dr. Oskar Handow brachte dabei einen Wechsel von oberirdischen und unterirdischen Varianten ins Spiel und zog Parallelen zum Luise-Kieselbach-Platz in München.

Sein Anliegen an Dobrindt: Alle Varianten sollen geprüft und die Bürger in eine breite Diskussion einbezogen werden. Eine solche zugewandte Debatte hätten die Bürgerinitiativen bei der Stadt bislang vermisst, so Handow, ohne die Gesprächszusage von Dobrindt wäre auch der Termin vergangene Woche bei der Stadt sicher nicht so schnell zustande gekommen (wir berichteten).

„Die Stadt steht in der Hauptverantwortung“, sagte Dobrindt. Sie habe auch ein Mitspracherecht. „Der Staat will nichts mit der Brechstange durchsetzen“, stellte der Bundesverkehrsminister fest. Die Stadt müsse den Bürgerdialog „möglichst früh“ kanalisieren. Die Bürger zu beteiligen, wenn die Entscheidung für eine bestimmte Variante gefallen sei, mache keinen Sinn. Erst müsse das Staatliche Bauamt aber die Untersuchung und Planung der aktuell vier Varianten (Umfahrung im Osten, im Westen sowie Tunnel und Unterfahrung) vornehmen, so Dobrindt.

Peter Höldrich (BI Marnbach-Deutenhausen) sagte, dass die Ostumfahrung immer in Zusammenhang mit der Umfahrung Starnbergs gesehen worden sei. Da diese geplatzt sei, würde wegen des Autobahnanschlusses noch mehr Verkehr auf die Orte entlang der Straße nach Seeshaupt zukommen.

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