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Rund 500 Weilheimer gingen am Sonntag die mögliche Trasse der Ostumfahrung am Hechenberg ab.
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Weilheim

500 Interessierte gingen die Trasse ab

Circa 500 Interessierte kamen am Sonntag aufs Weilheimer Gögerl. Sie schritten die Trasse der  Ostumfahrung ab und informierten sich über weitere Varianten. 

Weilheim – „Flagge zeigen“, sollen die Bürger, damit die Entscheidungsträger mitbekommen, was gewünscht ist, so der Sprecher der Bürgerinitiative „Heimat 2030“, Oskar Handow am Sonntag vor rund 500 Menschen, die zu einer Informationsveranstaltung auf den Weilheimer Hechenberg gekommen waren. Von dort aus konnten sie auf den südlichen Abschnitt der mit Absperrband markierte Trasse der geplanten großen Ostumfahrung blicken, der sich von der Tunnelmündung bis zum Kreisel am „Gmünder Hof“ erstreckt.  Mitveranstalter der Aktion unterhalb des Hechenbergkreuzes am Gögerl war auch die Bürgerinitiative „Marnbach-Deutenhausen“.

Vertreter zahlreicher Fraktionen im Stadtrat stehen hinter den Forderungen der Bürgerinitiative. Saika Gebauer-Merx (FDP), die von zahlreichen Parteikollegen unterstützt wurde, spricht sich für eine Verkehrsentlastung Weilheims aus, ist aber gegen die Umfahrungen. Sie will einen Tunnel. Dieser ist laut Ralf Gebauer machbar. Er könnte bergmännisch in gerader Linie unter der Stadt oder in Deckelbauweise unter der B 2 gebaut werden. Für den Landtagskandidaten Martin Zeil (FDP) ist es „allerhöchste Eisenbahn, wenn man den – man muss schon fast sagen Wahnsinn – einer Ostumfahrung verhindern will“. Er wirft den Planern vor, dass sie „die Unterfahrung der Stadt nicht gleichberechtigt geprüft“ haben.

Der Landtagskandidat der Grünen, Andreas Krahl, nannte die Planung ebenfalls „einen Wahnsinn“. Er hält den Ausbau der Bahn für die bessere Lösung. Eine zweigleisige Strecke nach Tutzing, eine Taktverdichtung auf der Pfaffenwinkelbahn und eine Neubaustrecke nach Bad Tölz seien sinnvoller. Für seine Feststellung „das ist die Zukunft“ erhielt er Applaus.

Dr. Maiken Winter (ÖDP) will „nicht noch mehr Straßen“. Die Lösung des Verkehrsproblems sieht sie darin, die Zahl der Autos zu verringern. Dies könne durch den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und durch den Bau von Radwegen erreicht werden.

Susann Enders (Freie Wähler) stellte die Frage: „Wollen wir die Naturzerstörung oder geht es auch anders?“. Sie fand es schade, dass „niemand von den ,Bürgern für Weilheim’ da ist“. Auch Horst Martin (SPD) fand es nicht gut, „dass eine Fraktion nicht vertreten ist.“

Laut Handow wird die Entscheidung über die bevorzugte Variante der Umfahrung bis Ende des Jahres vom Staatlichen Bauamt Weilheim getroffen, es werde aber nicht gegen den Willen der Stadt bauen. Klaus Gast (CSU) empfahl den Anwesenden, öffentlich zu sagen, was sie wollen. Auch dem Bauamt sollten sie dies kundtun.

Damit sie „Flagge zeigen“ auch wörtlich nehmen können, bietet die Bürgerinitiative ihren Unterstützern Banner mit Aufdrucken wie „Nicht im Osten, nicht im Westen, durch den Tunnel ist’s am besten!“ zur Anbringung am Gartenzaun an.

In einem Punkt sind sich die Unterstützer der „Heimat 2030“, die auf dem Hechenberg und dem „Gmünder Hof“ das Mikrofon ergriffen, einig: Gehandelt werden müsse jetzt. Nach Abschluss der Planungen sei es zu spät.

Info

Die Bürgerinitiative „Heimat 2030“ ist unter der Adresse karin@knoething.net zu erreichen.

Alfred Schubert

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