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Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt führte den geladenen Gästen der Ausstellungseröffnung im Foyer der Sparkassen-Zentrale den „Info-Point“ vor. Rechts vom Bildschirm steht Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim. 

Umfahrung Weilheim: Am 15. Oktober wird‘s spannend

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Welche Vor- und Nachteile haben die fünf Trassenvarianten einer „Umfahrung Weilheim“, die das Staatliche Bauamt für möglich hält? Das beleuchtet eine vierwöchige Ausstellung in der Sparkassen-Zentrale am Mittleren Graben. Am 15. Oktober ist dann die nächste Stadtratssitzung zum Thema. Dann soll es entscheidende Neuigkeiten des Bundes geben.

Weilheim – Welche Vor- und Nachteile haben die fünf Trassenvarianten einer „Umfahrung Weilheim“, die das Staatliche Bauamt für möglich hält? Das beleuchtet eine vierwöchige Ausstellung in der Sparkassen-Zentrale am Mittleren Graben. Am 15. Oktober ist dann die nächste Stadtratssitzung zum Thema. Dann soll es entscheidende Neuigkeiten des Bundes geben.

Neue Nutzen-Kosten-Bewertung des Bundes

Bei dieser öffentlichen Sondersitzung am Dienstag, 15. Oktober, in der Stadthalle werde eine „neue Nutzen-Kosten-Bewertung“ des Bundesverkehrsministeriums für das Projekt „Umfahrung Weilheim“ vorgestellt. Das kündigte Uwe Fritsch, Leiter des für die Planung zuständigen Staatlichen Bauamts Weilheim, am Freitag bei der Ausstellungseröffnung im Sparkassenfoyer an. Dann werde man wissen, „wie weit der Bund bereit ist zu gehen und was die No-Gos sind“, so Fritsch. Das heißt: Man darf auf eine klare Aussage hoffen, ob etwa auch ein Zentrumstunnel finanziert werden würde. Die Kosten für diesen werden auf 317 Millionen Euro geschätzt – bislang sind für den Bau einer „Entlastungsstraße Weilheim“ aber nur 35,3 Millionen Euro veranschlagt.

„Wir brauchen eine Entscheidung des Stadtrats“

Wenngleich die Umfahrung ein Projekt des Bundes ist, hat das Wort der Stadt Weilheim Gewicht: „Wir brauchen eine Entscheidung des Stadtrats, wie es weitergehen soll“, sagte Fritsch am Freitag: „eine ordentliche Mehrheit für eine der Trassen, als sichere Basis für die nächsten Planungsstufen“. Auf „Tagblatt“-Nachfrage betonte der Bauamts-Chef erneut, dass der Bund keine Umfahrung gegen den Willen der Stadt bauen werde.

Bürgerbefragung wird vorbereitet

Laut Bürgermeister Markus Loth (BfW) will die Stadt nach der Sondersitzung am 15. Oktober die Fragestellungen für eine Bürgerbefragung ausarbeiten. „Alle dann noch zu diskutierenden Trassenvarianten werden den Weilheimerinnen und Weilheimern zur Abstimmung vorgelegt werden“, so Loth bei der Ausstellungseröffnung. Das Ergebnis dieser Befragung diene dem Stadtrat dann zur weiteren Entscheidungsfindung. Zum zeitlichen Ablauf dafür wagte der Rathaus-Chef aber „noch keine Prognose“.

Neue Videos der Trassenverläufe

Die nötigen Informationen für die Entscheidung soll die Ausstellung des Staatlichen Bauamts liefern – als „Zwischen-Überblick, was bisher besprochen wurde“, so Fritsch. In die Präsentation der einzelnen Trassen (jeweils mit Chancen und Risiken) wurden Rückmeldungen von Bürgern sowie der geladenen Teilnehmer der vier Themenabende im Juli eingearbeitet. An einem „Info-Point“ sind zudem neue „reale Videos“ der möglichen Trassenverläufe zu sehen. Diese will das Bauamt auch bei der Oberlandausstellung in Weilheim zeigen und demnächst mit allen Informationen auf seine Internetseite stellen. Fritsch: „Ich hab’ den Wunsch, dass diese Ausstellung die noch vorhandenen Unsicherheiten oder Unwissenheiten beseitigt.“

Die Ausstellung zur „Umfahrung Weilheim“ ist zu sehen bis zum 18. Oktober (Mo-Fr 8.30-17 Uhr, Do bis 18 Uhr) in der Sparkassen-Zentrale, Mittlerer Graben 8. Jeweils donnerstags von 16.30 bis 17.30 Uhr ist ein Ansprechpartner des Staatlichen Bauamts vor Ort.

mr

Lesen Sie auch: Viele Fragen zur Zukunft Weilheims - und zur Umfahrung

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