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Am Gögerl, dort, wo zahlreiche Spazierwege sich kreuzen und wo eine Ostumfahrung den Berg mit einem Tunnel durchschneiden könnte, stellten Mitglieder beiden Bürgerinitiativen eines der sechs Banner vor. Aufgestellt wurde es auf Privatgrund weiter unten.

Mit großen Bannern

Umfahrungsgegner machen mobil

Weilheim - Am Gögerl, dort, wo die Stadt bereits rund fünf Hektar Grund besitzt und eine Ostumfahrung in den Berg münden soll, fanden sich  im milden Licht der Abendsonne rund drei Dutzend Umfahrungsgegner zusammen, um auf der Wiese eines Bauern ein erstes der Banner zu platzieren. Es zeigt die Landschaft, wie die Spaziergänger sie kennen und lieben: sanft hügelig mit einzelnen großen Bäumen. Darüber steht in großen roten Buchstaben die Forderung „Keine Umfahrung Weilheim“ – und der Zweizeiler: „Wird eine Straße hier gebaut, ist die Landschaft echt versaut!“. Sechs Banner mit sechs verschiedenen Fotomotiven und sechs verschiedenen Reimen haben die beiden Initiativen anfertigen lassen. Die Idee, die Zweizeiler und die Fotos, die entlang der diskutierten Trassen im Osten und Westen der Stadt aufgenommen wurden stammen von „Heimat 2030“-Mitglied Karin Knöthig.

„Wir möchten den Weilheimern durch die Banner zeigen, was durch den Straßenbau verloren gehen würde“, so Dr. Oskar Handow, Sprecher von „Heimat 2030“. Die Lebensqualität von Weilheim hänge „stark von der schönen Natur ab“, die Naherholungsgebiete seien schnell zu erreichen. Es wäre ein Frevel, diesen Schatz, der auch für die Landwirtschaft sehr wichtig sei, einer Straße zu opfern, zumal Weilheim als regionales Zentrum „einen vergleichsweise geringen Anteil an Durchgangsverkehr hat“.

Beim Aufstellen der Banner wurde auch Kritik daran laut, dass die Stadt ein bei einer ersten Zusammenkunft im Januar für Juni vereinbartes Gespräch mit der Bürgerinitiativen verschoben habe. Bürgermeister Markus Loth habe argumentiert, dass sich nichts Neues ergeben und ein Wechsel im Staatlichen Bauamt stattgefunden habe, so Handow. Die Umfahrungsgegner befürchten nun, dass „Fakten geschaffen werden sollen“. Immerhin hätten Verkehrszählungen stattgefunden und auch Planungen seien in Auftrag gegeben worden.

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