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Hohe Auszeichnung: Landrätin Andrea Jochner-Weiß (l.) überreichte Dietmar Valentin die Verdienstmedaille. Mit im Bild: Ingrid Valentin und Georg Leis (r.).

Engagiert von Judo bis zum „Dorfblattl“

Hohe Auszeichnung für Dietmar Valentin aus Eberfing

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Der Wahl-Eberfinger Dietmar Valentin war zwölf Jahre Leiter der Polizeidirektion Weilheim, was ihm Landkreis einen gewissen Bekanntheitsgrad bescherte. Doch nicht sein berufliches, sondern sein ehrenamtliches Engagement war der Grund dafür, dass er jetzt eine hohe Auszeichnung erhielt.

Weilheim Ehe Landrätin Andrea Jochner-Weiß dem 71-Jährigen in Weilheim die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland überreichte, zeigte sie die große Bandbreite von Valentins ehrenamtlichen Engagement auf, von dem auch die Gemeinde Eberfing profitiert. So habe sich der Geehrte als „Kümmerer“ und „Vermittler“ der Sorgen und Nöte von Kollegen angenommen: Er war Gewerkschaftsvertreter genauso wie Personalrat und Hundertschaftssprecher.

Auch dem Judo-Sport hatte er sich verschrieben. Er war Vize-Präsident des Bayerischen Judo-Verbandes – eine Zeit, in der er jedes Wochenende unterwegs war, wie Valentin selbst berichtete. Als Trainer und Prüfer, so Jochner-Weiß, habe der Geehrte vielen Kindern und auch Erwachsenen „Judo-Werte wie Respekt, Höflichkeit, Selbstbewusstsein, Fairness und – ganz wichtig – den Umgang mit Sieg und Niederlage“ vermittelt.

Zu denen, die von Valentin im Judo trainiert wurden, gehörten 1986 der ehemalige bayerische Innenminister und spätere Wirtschafts- und Finanzminister Gerold Tandler und sein Personenschutz-Kommando – alle aus der Gruppe schafften es bis zum Erwerb des braunen Judo-Gürtels (dem höchsten Schülergrad).

Sein ehrenamtliches Engagement brachte Valentin schließlich nach Eberfing mit, wie es der Bürgermeister des Dorfes, Georg Leis, formulierte. 16 Jahre lebt der 71-Jährige nun in dem Ort, in dem er auf der Suche nach einem Baugrund gelandet ist – und hat sich unter anderem als Vorsitzender des örtlichen Vereins für Gartenbau und Landespflege Verdienste erworben.

Ein „grüner Beruf“, sagte Valentin bei der Ehrung, „wäre ein Beruf fürs Leben“. Und er berichtete sogleich unterhaltsam und mit Witz vom „Eberfinger Magdalener“, einer alten Apfelsorte, für deren Vermehrung er sich eingesetzt hat.

„Wenn er mal anfängt zu erzählen, dann kann das schon lange gehen“, kommentierte Ingrid Valentin die Worte ihres Mannes, über dessen Ehrung sie sich sichtlich freute. Landrätin Jochner-Weiß lobte Ingrid Valentin dafür, dass sie ihrem Gatten während dessen ehrenamtlichen Engagements „den Rücken frei gehalten“ habe.

Insgesamt seien es 52 Jahre, in denen er bisher ehrenamtlich tätig war, stellte Dietmar Valentin fest. Aktuell leitet der 71-Jährige, der seit 2007 in Pension ist, bei der Dorferneuerung in seinem Wohnort die Arbeitsgruppe „Dorfbild“, und er ist auch bei der Gemeindezeitung „Eberfinger Dorfblattl“ aktiv. Den Bericht über seine Ehrung werde er aber nicht selbst fürs „Dorfblattl“ schreiben, scherzte er, das müsse jetzt schon Bürgermeister Leis erledigen.

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