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Umgeben von neuen Häusern und einem Zaun: die Wiese, die eigentlich ein Spielplatz sein sollte. 

Pütrichstrasse

Der vergessene Spielplatz

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Weilheim – Eigentlich sollten auf der Wiese auf einem Spielplatz vergnügte Kinder zu sehen sein. Doch das Grundstück ist leer. Was ist passiert?

Ein kleines gepflegtes Stück Rasen, auf dem zwei kleine Bäume wachsen, eingefasst von einem Maschendrahtzaun. An und für sich ist das nichts Ungewöhnliches in einem kleinen Neubaugebiet wie jenem zwischen Mittlerer Graben, Schöffelhuber-, Krumpper- und Olympiastraße. Dass das kleine gepflegte Stück Rasen dennoch zu einem Thema in der letzten Sitzung des Weilheimer Stadtrates vor der Sommerpause wurde, hat seinen Grund darin, dass dort eigentlich ein Spielplatz sein müsste. Zumindest wurde das so festgelegt. Aufs Tapet gebracht wurde die der Stadtverwaltung merklich unangenehme Geschichte von Grünen-Stadtrat Dr. Eckart Stüber, und zwar in Form einer offiziellen Anfrage an Bürgermeister Markus Loth.

Das kleine innerstädtische Neubaugebiet, das in der Hauptsache dort entstand, wo einst das städtische Parkdeck war, aber zum Teil auch bis zum Mittleren Graben reicht, wo das Gebäude der Volkshochschule abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde, nahm seine Anfänge vor rund vier Jahren. Die städtischen Grundstücke wurden europaweit ausgeschrieben, doch außer der Weilheimer Firma „Wohnbau Scheurer“ gab es keinen Interessenten. Im November 2013 nahm die Firma den Spatenstich für das Herzstück des Areals vor, das langgestreckte Wohn- und Geschäftshaus an der B 2. Zudem entstanden ein Fuß- und Radweg und Wohnhäuser, in denen inzwischen junge Familien leben. Was nicht kam, war der vereinbarte Spielplatz. An der Gartentür zu der Grünfläche fehle auch ein Hinweis, dass dies eine öffentliche Fläche sei, monierte Stüber. Seine Frage nun: Warum hat der Bauherr den öffentlichen Kinderspielplatz in einem Zeitraum von zwei Jahren nicht realisiert?

Eine Antwort auf diese Frage hatte Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, nicht. Die Stadt habe den Investor nun aber aufgefordert, den Kinderspielplatz zu bauen. Der habe versichert, inzwischen eine Gartenbaufirma damit beauftragt zu haben. „Wir bleiben dran“, sagte Stork.

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