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Das frisch gewählte VHS-Team: (v.l.) Andrea Marsch, Alexandra Bertl, Markus Loth, Thomas Grün, Rainer Eggebrecht, Helmut Hornung und Kathrin Hauser-Weishaupt.

VHS-Weilheim  geht doch in den Verbund

Die Volkshochschule (VHS) Weilheim tritt doch dem Verbund der umliegenden Einrichtungen bei. Das wurde bei der Versammlung bekannt. Die Verantwortlichen legten positive Bilanz vor.

WeilheimDie Volkshochschule (VHS) Weilheim ist auf einem „guten Weg“. So sieht es zumindest deren Vorsitzender Helmut Hornung. Das liegt für ihn in erster Linie an dem „überaus engagierten Team“ um die neue Geschäftsführerin Andrea Marsch. Etwa 4400 Teilnehmer besuchten im vergangenen Jahr die knapp 400 Kurse. Das heißt: Rein statistisch hat sich 2018 jeder 5. Weilheimer an der Volkshochschule fortgebildet.

Allerdings: „Die Volkshochschulen stehen unter Druck“, sagte Hornung bei der Mitgliederversammlung: „Im Bildungsbereich ist viel Konkurrenz auf dem Markt.“ Um den Erfolg auch für die Zukunft zu sichern, werden die Weilheimer jetzt doch dem Verbund mit den VHS Schongau, Peiting, Peißenberg und Penzberg beitreten. Hornung, der für weitere drei Jahre der Einrichtung vorstehen wird, machte in seiner Einführungsrede im Rathaus keinen Hehl aus seiner Begeisterung für die neue Geschäftsführerin Marsch. Sie stehe erst seit gut einem Jahr an der Spitze der Verwaltung und habe schon „Beachtliches bewegt“.

Noch Anfang vergangenen Jahres hatte der Vorstand nach zwei außerordentlichen Sitzungen beschlossen, dem Verbund nicht beizutreten. Doch Marsch, die im Oktober 2018 ihr Amt antrat, sorgte bei den Verantwortlichen für ein Umdenken. Von der Strukturreform erwartet sich Hornung nun „eine reale Chance, fit für die Zukunft zu werden“. So könne unter anderem eine breitere, qualitativ noch bessere Programmarbeit geleistet werden, es werde nach Schwerpunktthemen (2020 etwa „Wasser–alles im Fluss“) gearbeitet und es könnten einheitliche Rahmenbedingungen für Teilnehmer und Dozenten geschaffen werden.

Der Erfolg einer VHS bemisst sich auch in Zahlen. Neben den Zuschüssen von Staat (12 000 Euro) und Stadt (121 000 Euro) finanziert sich die Weilheimer Bildungseinrichtung durch die Kursgebühren – die machten im vergangenen Jahr 169 000 Euro aus. Besonders gefragt waren wie in den Jahren zuvor zwei Bereiche: Sprachen mit 1420 Teilnehmern in 125 Kursen und Gesundheit (1096/124), gefolgt von Gesellschaft (781/38) und Kultur mit 663 Teilnehmern in 70 Kursen. Im Gesundheitsbereich, den Geschäftsführerin Marsch gern ausbauen würde, zeigt sich eines der beiden Probleme in Weilheims VHS: Es stehen nur zwei Räume zur Verfügung. „Sie sehen, wir nutzen unsere Räumlichkeiten bestens aus.“ Um noch mehr Kurse anbieten zu können, werden neue Räume gesucht.

Und auch neue zusätzliche Dozenten sind gefragt: Bei den Sprachen etwa halten 19 Dozenten 125 Kurse, Marsch: „Das ist schon bedenklich“. Auch eine andere Zahl ließ aufhorchen: Das momentane Defizit der VHS Weilheim beträgt 53 780,88 Euro, wie VHS-Chef Hornung auf die Kommastelle genau vortrug. Doch er konnte beruhigen, das Defizit sei nur ein „virtuelles“. Durch eine Umstellung der Buchhaltung ergaben sich Änderungen in den Buchungszeiträumen, die sich einmalig auf die Jahresrechnung auswirken. Also, so Hornung: „Keine Sorge, sämtliche Gehälter – für Hauptamtliche wie für Dozenten – werden pünktlich ausbezahlt. Mit anderen Worten: Der Betrieb der VHS ist in vollem Umfang gesichert.“

Dass das so bleibt, dafür sollen in den nächsten drei Jahren neben Hornung weiterhin Bürgermeister Markus Loth als Vize, Kathrin Hauser-Weishaupt (Schriftführerin) und Rainer Eggebrecht (Beisitzer), die alle einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden, sowie der ebenfalls einstimmig gewählte neue Schatzmeister Thomas Grün sorgen. Außerdem im Vorstand als Beisitzerin ist Alexandra Bertl als Stadtratsreferentin für die VHS.

Ralf Scharnitzky

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