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Freude über die zahlreichen Neuankömmlinge: Chefärztin Solveig Groß (l.) und Hebamme Ulrike Guggemos. 

Weilheim

Babyboom (fast) ohne Kaiserschnitt

Einen außergewöhnlichen Babyboom  gab es Anfang Januar im Weilheimer und im Schongauer Krankenhaus. Dabei gab es nur einen Kaiserschnitt in Weilheim. 

Weilheim – . „Das neue Jahr fing sehr geburtenreich an“, sagte die Chefärztin der Geburtshilfe und Gynäkologie, Dr. Solveig Groß, bei einem Pressetermin in Weilheim. Bis zum 10. Januar haben in Weilheim 13 Kinder das Licht der Welt erblickt, in Schongau waren es in den ersten zehn Tagen des neuen Jahres 14. „Das ist für unsere relativ kleinen Abteilungen viel“, so Groß.

Damit setzte sich ein Trend fort, der sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet habe, so Groß. In Weilheim kamen im vergangenen Jahr 345 Babys zur Welt, in Schongau waren es sogar 422. Das sind zusammen 767. „Wir sind sehr froh darüber“, sagte Groß, „es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir nach wie vor da sind.“ Durch die Diskussionen darüber, ob die Krankenhaus GmbH ihre Geburtshilfe-Abteilungen in Schongau und Weilheim schließen will, habe doch viel Verunsicherung geherrscht. Dass die Geburtenzahlen gestiegen sind, wertete Groß, die seit Herbst vergangenen Jahres die Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe am Weilheimer und am Schongauer Krankenhaus ist, als Vertrauensbeweis der Landkreisbürger.

Von den 13 Babys, die heuer schon in Weilheim geboren wurden, kamen 12 spontan zur Welt, nur eines per Kaiserschnitt. Im Schnitt kommt in Deutschland jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt. Dass diese Rate in Weilheim – zumindest zum Jahresbeginn eine ungleich niedrigere ist, freut die Chefärztin besonders, da an den Kliniken in Weilheim und Schongau so gearbeitet werde, dass möglichst viele Kinder auf natürlichem Wege auf die Welt kommen. „Wir ermutigen die Frauen dazu und unterstützen sie dabei, natürlich zu gebären“, so Groß.

In Weilheim betreut ein Team aus fünf Beleghebammen, fünf Assistenzärzten, zwei Oberärzten und der Chefärztin die Geburten. Dort haben zwar auch noch Belegärzte Betten, diese sind aber nicht in der Geburtshilfe tätig. In Schongau sorgen acht Hebammen und drei Belegärzte dafür, dass die Kinder gut auf die Welt kommen.

Schongau soll, wie berichtet, ebenfalls zur Hauptabteilung ausgebaut werden. Wenn dieser Schritt vollzogen ist, sollen die Standorte Weilheim und Schongau einen gemeinsamen Namen tragen: „Frauenklinik Weilheim- Schongau“.  kh

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