+
Musik hat bei ihm viele Facetten: der Weilheimer  Klarinettist, Saxofonist,, Musikschullehrer, Komponist und Musikwissenschaftler Dr. Rainer Fabich.

Was macht eigentlich... Dr. Rainer Fabich?  

Er verbindet Bayern und die Welt

  • schließen

Der Weilheimer  Dr. Rainer Fabich ist in vielen Bereichen der  Musik aktiv.  Soeben veröffentlichte er seine 3. CD mit „Bavarian Worldmusic“.  

Weilheim – Eigentlich gibt der Musiker Dr. Rainer Fabich nicht sehr oft Konzerte. Und doch sind er und seine Musik höchst präsent. Wer zum Beispiel Kultur- und Magazinsendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen oder Radio verfolgt, der hört den Weilheimer wohl regelmäßig – meist ohne es zu wissen. Immer wieder – und zurzeit besonders oft beim Schweizer und beim österreichischen Rundfunk – wird Fabichs Musik für verschiedenste Beiträge eingesetzt. Weil sie so klangvoll und atmosphärisch ist, dabei Region und Welt verbindet.

„Bavarian Worldmusic“ nennt der Weilheimer jene Kompositionen, die er bislang kaum live spielt („dafür bräuchte man ein großes Orchester...“), die aber mittlerweile eine kleine CD-Serie füllen. Soeben ist die dritte Scheibe unter dem Titel „z-MINGA“ erschienen, darauf lässt Fabich traditionelle bayerische Jodler, Landler oder Schuhplattler mit Jazz, Rock, Latin, Tango, Swing und Trance verschmelzen. Ergebnis ist „eine Art neue Volksmusik, wie sie gerade länderübergreifend im alpinen Raum neu im Entstehen ist und dort viele Anhänger gefunden hat“, erklärt der Klarinettist, Saxofonist und Komponist. Titel wie „Balkan Landler“ oder „Klezmer Boarischer“ sprechen Bände.

Fabich, 58, hat für „z-MINGA III“ illustre Musiker um sich geschart: etwa den weltweit gefragten Jazztrompeter Matthias Schriefl, den „Jodelwahnsinn“-Mitbegründer Otto Göttler und den Schlagzeuger Thomas Simmerl, der bereits Größen wie Eric Burdon, Klaus Doldinger und Udo Jürgens begleitet hat. Mit von der Partie ist auch Percussionist Sascha Gotowtschikow, ein Lehrerkollege Fabichs an der Weilheimer Musikschule, der regelmäßig bei großen europäischen Festivals auftritt.

Die meisten Stücke der CD sind Instrumentals, doch findet sich darauf auch das „Lied der Bavaria“, gesungen von Sopranistin Julia Sextl, für das Fabich einen geharnischten Text geschrieben hat. Bayerns weltliche Patronin kündigt darin an, München zu verlassen. Das Lied sei entstanden, erklärt der Weilheimer, der viel in München arbeitet und dort teilweise auch lebt, „weil die andauernde Kommerzialisierungs-Gewinnmaximierungs-Geilheit dazu führt, dass die Stadt genau das verliert, was sie eigentlich ausmacht“ – wenn sich dort ärmere Menschen, Künstler, alteingesessene Kneipen nicht mehr halten können.

Man merkt: Rainer Fabich ist ein Mensch, der sich Gedanken macht und Stellung bezieht. Deshalb engagiert er sich in seinem Feld, der Musik, ehrenamtlich in Gremien wie dem Deutschen Komponistenverband, dem Deutschen Musikrat oder der „European Composers and Songwriters Alliance“. Solche Sprachrohre seien wichtig, sagt der 58- Jährige, „denn Konzerne wie Google wollen alles in ihrem Sinne durchdrücken – doch im Kreativbereich geht es um Menschen, die müssen davon leben können, und das wird immer schwieriger“.

Durchschnittlich ein Wochenende im Monat ist Fabich für die Verbände unterwegs. Doch er achtet darauf, dass auch Zeit für die eigene Kreativität bleibt: fürs Komponieren (über 60 Fernseh- und Kinofilmmusiken entstammen seiner Feder, darunter preisgekrönte Werke wie „Der Glanz der Schattenwirtschaft“), fürs Aufnehmen (16 CDs mit eigenen Kompositionen gibt es bis jetzt) oder für Wirtshaus-Sessions. Oft und gern jammt der Weilheimer in der Münchner „Neue Volksmusik“-Szene mit. Und auch Ideen fürs nächste Album gibt es schon: „Das wird jazziger, da möchte ich mich als Saxofonist ausleben.“

Die „z-MINGA“-CDs

sowie weitere Werke und auch Noten Fabichs sind erhältlich bei „Fajora Music“: www.fajora.com.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Einbrüche nehmenkein Ende
Drei Einbrüche, zwei in Kellerabteile und einen in ein leer stehendes Haus,  meldete die Polizei am Sonntag.
Einbrüche nehmenkein Ende
In Habach wird das Trinkwasser teurer
In Habach wird im nächsten Jahr das Trinkwasser teurer. Dafür sinken aber die Abwassergebühren.
In Habach wird das Trinkwasser teurer
„Eishackler“ behalten den Durchblick
Im Gastspiel beim Tabellenletzten EV Pegnitz am Sonntagabend wurde der TSV Peißenberg seiner Favoritenrolle vollauf gerecht.
„Eishackler“ behalten den Durchblick
Krimi mit glücklichem Ende für Weilheim
Gute Nerven benötigte der Anhang der Weilheimer Basketballer im Heimspiel gegen Unterhaching. Am Ende wurde er für sein Zittern belohnt. 
Krimi mit glücklichem Ende für Weilheim

Kommentare