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Bücher über Bücher: Gerald Hauer ist Herz und Motor des Rotary-Buchmarktes. 
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Röntgenbilder bestimmten das Leben von Gerald Hauer viele Jahrzehnte lang. 

Was macht eigentlich... Professor Dr. Gerald Hauer? 

Für die Bücher gab er seine Hobbys auf

Der langjährige Chefarzt  des Weilheimer Krankenhauses ist es im Ruhestand nicht langweilig. Professor Dr. Gerald Hauer  engagiert sich für Rotary, Musik und immer noch Medizin.

Weilheim -  „Ich bin jedenfalls nicht in ein Loch gefallen“, sagt Professor Dr. Gerald Hauer mit einem Lächeln auf die Frage, ob er mit dem Übergang von seiner Tätigkeit als Chefarzt im Weilheimer Krankenhaus in den Ruhestand Probleme gehabt habe. Im Gegenteil: Jetzt, da die Belastung durch den Beruf weggefallen sei, habe er viel mehr Zeit für das, was vorher zu kurz gekommen sei.

So ganz in Ruhestand ist Hauer aber nicht. Er, der im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern als Heimatvertriebener aus Pilsen nach Bayern kam, in München studierte, und schließlich von 1989 bis 2009 Chefarzt der Chirurgischen Abteilung am Weilheimer Krankenhaus war, ist fast täglich an der Johann-Baur-Straße, wo er in einem kleinen Raum Bücher sortiert, die Spender dort angeliefert haben.

Diese kommen in den Verkaufsraum am Weidenbach neben der Tierklinik, wo sie alle zwei Monate beim Büchermarkt des Rotary-Clubs Weilheim verkauft werden. „Es ist sehr arbeitsintensiv“, stellt Hauer fest, „aber wir haben es inzwischen gut organisiert.“ Damit werde das Kistenschleppen reduziert, das schon etwa beschwerlich sei. Dafür geht es an zwei Tagen hoch her im Verkaufsraum. „300 bis 400 Leute kaufen auf einem Büchermarkt ein“, so seine Erfahrung. „Rotary ist aber mehr als Büchermarkt“, schiebt Hauer nach, der vor zehn Jahren Präsident des Weilheimer Clubs war. Er nimmt auch regelmäßig an Veranstaltungen teil, unter anderen bei den gegenseitigen Besuchen, die die Clubs von Weilheim, Siena und Valence organisieren. Das nächste Treffen ist schon geplant – „in Augsburg, weil das für die meisten ausländischen Gäste noch neu ist.“ Zugunsten seines Engagements für den Büchermarkt hat Hauer sogar seine früheren Hobbys – Reiten und Skifahren waren ihm besonders wichtig – aufgegeben. Nur eines hat er nie aufgegeben: das Singen im Chor, das er seit 1979 pflegt. Als Mitglied der Sollner Kantorei freut er sich über die Möglichkeit, für Publikum zu singen. Um auch dem Nachwuchs die Möglichkeit von Auftritten zu bieten, hat er 2011 das „Podium musicale“ gegründet, dessen Vorsitzender er ist. Der gemeinnützige Verein, der inzwischen 60 Mitglieder hat, veranstaltet jedes Jahr zwei Konzerte im Pollinger Bibliotheksaal. Als nächstes stehen im März 2018 „Fidelis Edelmann et al.“ mit Werken von Mozart und Brahms auf dem Programm. Hauer besucht aber auch gerne Konzerte und Opernaufführungen. Vor allem lassen er und seine Frau Ursula keine Aufführung aus, bei der ihre Tochter Kathrin das Bühnenbild gestaltet hat.

Obwohl er sich eigentlich vorgenommen hatte, mit seiner Berufstätigkeit ganz aufzuhören, hält er noch ab und zu Vorträge zu medizinischen Themen. „Wenn ein Bekannter kommt und einen darum bittet“, so Hauer mit einem Schulterzucken, „dann kann man ja schlecht Nein sagen.“ Der nächste Vortrag zum Thema „Blinddarm“ steht schon im Terminkalender. Mit Blick auf sein Engagement für Rotary und die Musik meint Hauer zusammenfassend: „Langweilig wird mir sicher nicht.“

Alfred Schubert

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