Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

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Wasserscheu dürfen die Mitarbeiter des WWA nicht sein. Das Foto zeigt (von links) Adriane Bäßler, Renate Schmid und Axel Marten bei einer Probenahme in der Ach. Die Ach ist eine von über 200 Messstellen. 

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An 200 Stellen werden jährlich Proben genommen

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Weilheim - Das Wasserwirtschaftsamt Weilheim verfügt über ein eigenes Labor mit 13 Mitarbeitern. An 200 Stellen werden jährlich Proben genommen.

Ein gutes Auge braucht Claudia König bei der Bestimmung und Auswertung der Gewässertierchen. 

Hohe Gummistiefel gehören zur Grundausstattung von Axel Marten, Adriane Bäßler und Renate Schmid. Nicht, weil sie gern zum Angeln gehen, sie entnehmen vielmehr Wasserproben. Die landen dann bei Claudia König, die sie mit dem Mikroskop unter die Lupe nimmt. Diese Arbeit, die die 13 Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Weilheim erledigen, nennt sich „Technische Gewässeraufsicht“. Sie ist eine der Kernaufgabe der Behörde, die die fünf Landkreise Landsberg, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-–Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg betreut.

Zur „Technischen Gewässeraufsicht“ zählen das gewässerkundliche Messwesen sowie die Gewässer- und Anlagenüberwachung. Die Wasserwirtschaftsämter ermitteln mit dieser Arbeit die Grundlagen allen wasserwirtschaftlichen Handelns. Das Labor am WWA Weilheim nimmt regelmäßig Wasser-Untersuchungen (Monitoring) in den fünf Landkreisen vor. Im Mittelpunkt der Überwachung von Flüssen und Seen steht das Gewässer als Lebensraum und seine ökologische Funktionsfähigkeit. Das Monitoring umfasst die Probenahme und die chemischen und biologischen Untersuchungen von Seen wie Ammersee, Starnberger See, Staffelsee sowie Flüssen wie Lech, Ammer, Isar, Loisach, Würm und von Grundwasser und Quellen. Im Rahmen dieses Monitorings werden jährlich an über 200 Messstellen Wasserproben entnommen, an diesen werden rund 28 000 chemische Analysen vorgenommen.

Diese Untersuchungen existieren seit den 1980er Jahren und liefern heute auch die Grundlagen für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die seit dem Jahr 2000 in Kraft ist. Sie gibt standardisierte Kriterien zur Überwachung und Bewertung der Oberflächengewässer und des Grundwassers vor. Die chemische Untersuchung bildet den Zustand der Flüsse und Seen ab. Bei der biologische Erfassung der Gewässer-Flora und -Fauna werden Lebewesen als Indikatoren für den ökologischen Zustand der Gewässer genutzt. Untersucht werden Makrozoobenthos (wirbellose Kleintiere am Gewässerboden), Makrophyten, Phytobenthos und Phytoplankton (Wasserpflanzen und Algen).

Die Grundwasserbeobachtung reicht bis in eine Tiefe von 50 Meter. In der Regel werden aber oberflächennahen Grundwassermessstellen in vier bis 20 Meter Tiefe in den bedeutsamen Grundwasservorkommen untersucht. Hier steht die chemische Qualität des Wassers im Vordergrund. Die Probenahmen, Analytik und Bestimmungen werden im WWA Weilheim von chemisch oder biologisch technischen Assistentinnen und Assistenten vorgenommen. Es sind aber auch Chemieingenieure, Biologen und Ökologen im Team.  

Die Ergebnisse

aus den Weilheimer Monitoring-Untersuchungen werden vom Landesamt für Umwelt in Themenkarten zusammengestellt und sind im Internet abrufbar unter den Links: http://www.lfu.bayern.de/wasser/gewaesserqualitaet_fluesse/index.htm. http://www.lfu.bayern.de/wasser/gewaesserqualitaet_seen/index.htm. http://www.lfu.bayern.de/wasser/grundwasserqualitaet/index.htm.

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