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Für rund 1,5 Millionen Euro will der TSV Weilheim das Sportheim an der Pollinger Straße erweitern. Der Anbau soll auf der Nordseite erfolgen. 

Auch wenn der Verein noch „Stellplatz-Schulden“ hat

Weg frei für neuen TSV-Anbau in Weilheim

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Die erste Hürde ist genommen für einen weiteren Anbau ans TSV-Sportzentrum an der Pollinger Straße: Weilheims Bauausschuss hat der offiziellen Bau-Anfrage einmütig und freudig zugestimmt – obwohl der TSV noch „Stellplatz-Schulden“ hat.

Weilheim– Unabhängig von den Planungen des Landkreises und der Stadt für den Bau neuer Sporthallen in Weilheim wird der TSV Weilheim selbst aktiv (wir berichteten): Um sein Angebot halten und weiter ausbauen zu können, will der über 4000 Mitglieder starke Verein sein Sportzentrum an der Pollinger Straße um einen „Anbau Nord“ erweitern. Dafür gab es im Bauausschuss des Stadtrats vergangenen Dienstag ausdrücklich Lob: BfW-Sprecherin Brigitte Holeczek richtete ein „Dankeschön an den TSV, dass er sich selber hilft“. Klaus Gast (CSU) nannte die vorgelegte Planung „gut und in sich schlüssig“. Und SPD-Vertreter Michael Lorbacher ist sich sicher, dass das neue Gebäude auch gut aussehen wird: Schon der Süd-Anbau vor einigen Jahren sei „eine optische Aufwertung“ gewesen. Zudem trage die Erweiterung dem Bedarf in Weilheim Rechnung: Die geplante Größe ermögliche es, „dass man da was Sinnvolles drin machen kann“, so Lorbacher.

Der zweigeschossige „Anbau Nord“ entlang der Pollinger Straße (Richtung Hallenbad) wird rund 18 auf 14 Meter messen und gut neun Meter hoch sein. Im Parterre sind ein 195 Quadratmeter großer Turnraum für „Kindersport“ sowie ein Windfang, WCs und ein Geräteraum vorgesehen, im ersten Stock ein 113 Quadratmeter großer Gymnastikraum und eine deutliche Erweiterung für den bestehenden Kraftraum. Im Herbst 2020, so hofft der TSV, soll der Anbau fertig sein; dann will der Verein laut 1. Vorsitzendem Dieter Pausch eine „Kindersportschule“ mit eigenen Sportlehrern eröffnen.    

Erweiterung für rund 1,5 Millionen Euro

Kosten wird die Erweiterung den TSV rund 1,5 Millionen Euro, die Stadt hat bereits einen Zuschuss von 500 000 Euro zugesagt. Der offiziellen Bauanfrage hat der Bauausschuss am Dienstag einhellig zugestimmt. Laut Planung wird im Anschluss an den Neubau eine in Einbahnregelung befahrbare Parkplatzzeile mit 15 Autostellplätzen (als „Schrägparker“) angelegt. Für deren Ein- und Ausfahrt fallen an der Pollinger Straße drei bis vier Längsparkplätze weg. Mit den 15 Stellplätzen auf seinem Grundstück erfüllt der TSV exakt den Bedarf, den die Stadt für den Erweiterungsbau errechnete.

Allerdings, so hieß es in der Sitzung, ist der Sportverein noch die zehn Stellplätze schuldig, die vor einigen Jahren bei der Baugenehmigung für den „Anbau Süd“ gefordert wurden. Dieses Problem, so waren sich die Ausschussmitglieder einig, müsse getrennt von der neuen Bau-Anfrage betrachtet werden; es sei kein Ablehnungsgrund. Doch der Verein müsse auch für diese zehn Stellplätze eine Lösung finden – „wir können den TSV nicht anders behandeln als irgendjemand anderen“, betonte Grünen-Sprecher Alfred Honisch. Und auch Claus Reindl (BfW), der Verkehrsreferent des Stadtrats, forderte den TSV auf, „die Stellplatzproblematik ernst zu nehmen und das anzugehen“.

Unabhängig vom klaren „Ja“ zu dem Neubau werde dem Sportverein „im Sinne der Gleichbehandlung“, so Bürgermeister Markus Loth (BfW), nahegelegt, die geschuldeten zehn Parkplätze „an anderer Stelle“ zu schaffen. Zu prüfen sei beispielsweise, ob der Bereich am Prälatenweg – der schon als potentieller Standort für eine Dreifachsporthalle im Gespräch war (dafür aber vom Tisch ist) – für diese Stellplätze in Frage käme.

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