Zwischen Bahnlinie und Kinderhaus Mariae Himmelfahrt (rechts im Bild) dürfen bald sieben kleine Häuser gebaut werden –direkt vor den Einfamilienhäusern südlich des Badewegs, die hier zu sehen sind. Zwischen Kinderhaus und Neubauten will die Stadt den Verkehr an der Schwaigerstraße neu ordnen, mit einem Wendehammer und 15 Parkplätzen.
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Zwischen Bahnlinie und Kinderhaus Mariae Himmelfahrt (rechts im Bild) dürfen bald sieben kleine Häuser gebaut werden – direkt vor den Einfamilienhäusern südlich des Badewegs, die hier zu sehen sind. Zwischen Kinderhaus und Neubauten will die Stadt den Verkehr an der Schwaigerstraße neu ordnen, mit einem Wendehammer und 15 Parkplätzen.

Schwaigerstraße

Weilheims Stadtrat plant Beschluss: Weg ist frei für neue Häuser am Park

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Bald kann mit dem Bau einer Häuserzeile unterhalb des Kindergartens an der Schwaigerstraße begonnen werden. Weilheims Stadtrat will den stark kritisierten Bebauungsplan beschließen.

Weilheim – Im Grunde hat der Stadtrat den Plan für die ungewöhnlichen neuen Häuser, die direkt am künftigen Stadtpark unterhalb der Pöltner Kirche liegen sollen, schon 2020 abgesegnet. Doch nach vehementer Kritik aus der Nachbarschaft und einigen offenen Fragen, insbesondere zum Hochwasserschutz, war für den Bebauungsplan mit dem langen Namen „Nördlich der Geistbühelstraße – Bereich Schwaigerstraße“ eine Zusatzrunde nötig. Der Entwurf, der eine Reihe von sieben kleinen „Hofhäusern“ zwischen Kinderhaus Mariae Himmelfahrt und Bahnlinie vorsieht, musste mit einigen Änderungen noch einmal öffentlich ausgelegt werden. Die neuerlichen Einwendungen und Stellungnahmen wurden nun in Weilheims Bauausschuss besprochen – ehe der Stadtrat den Bebauungsplan in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 29. April, wohl als Satzung beschließen wird.

Ein Anwohner hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung gefordert, ausreichend Platz für die mögliche Planung eines Bahnhalts bei der Au freizuhalten. Die Stadt bleibt allerdings bei ihrem Entwurf – mit Verweis auf „die aktuelle Beschlusslage“ des Stadtrates, laut der ein solcher Halt abgelehnt wird. Auch seitens der Bahn bestünden derzeit „keine entsprechenden Planungen“.

Platz lassen für zweites Gleis

Klaus Gast (CSU) regte im Bauausschuss noch an, ein „mögliches zweites Gleis“ auf der Bahnstrecke Weilheim-Mittenwald zu bedenken, samt ihrer Auswirkungen zum Beispiel in puncto Erschütterung. Doch man könne „im Bebauungsplan nur vom Status Quo ausgehen“, meinte dazu Stadtbauamts-Mitarbeiter Stefan Kirchmayer, und aktuell gebe es keine Aussagen der Bahn zu diesem Thema. Perspektiven dafür sieht Kirchmayer ohnehin nicht: „Seien wir ehrlich – wo in Weilheim sollte das zweite Gleis hin? Ab der Schützenstraße haben wir keinen Platz dafür.“ Deutliche Worte fand in diesem Zusammenhang auch BfW-Vertreter Claus Reindl: „Es gibt viele Stellen in Weilheim, wo das völlig illusorisch ist. Den Gedanken an ein zweites Gleis innerhalb des Orts muss man einfach begraben.“

Eine Neuigkeit gab es bei der Ausschuss-Sitzung noch zum Thema Hochwasser. Südlich der neuen Baugrundstücke sei ein „temporärer Schutzwall“ vorgesehen. Dieser ist laut Stadtbauamt bis zur Vollendung des Hochwasserschutzes „Weilheim Süd“ notwendig, an dem das Wasserwirtschaftsamt zurzeit zwischen Oderding und Weilheim arbeitet. Nach dessen Vollendung – aktuell für 2024 anvisiert – gelte das gesamte Areal „Nördlich der Geistbühelstraße“ (und weitere Bereiche Weilheims) im Falle eines 100-jährlichen Hochwassers als sicher.

Die Stadtratssitzung
beginnt am kommenden Donnerstag, 29. April, um 18.30 Uhr in der Stadthalle.

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