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Betretene Gesichter gab es gestern bei den Verantwortlichen der Jobmesse, als sie die Absage verkündeten.

Pressekonferenz im Landratsamt

Wegen Corona-Gefahr: Landkreis Weilheim-Schongau sagt Jobmesse ab

Die 17. Jobmesse, die für den 18. März in der Stadthalle geplant war, ist abgesagt worden. Dies teilte Landrätin Andrea Jochner-Weiß am Mittwoch mit.

Weilheim – Die Entscheidung sei erst am Morgen getroffen worden. Die Absage ist laut Jochner-Weiß eine „reine Vorsichtsmaßnahme“. Derzeit gebe es keine bestätigten Corona-Erkrankungen im Landkreis, es müsse jedoch damit gerechnet werden, dass auch Weilheim-Schongau bei der Ausbreitung des Virus nicht verschont bleibe.

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Zwei Gründe hätten in Absprache mit dem Gesundheitsamt zu der Entscheidung geführt. Die Gesundheit der Jugendlichen, die die Jobmesse – teils als Pflichtveranstaltung der Schulen – besuchen, habe Priorität. Bedenken habe es auch von einigen Unternehmen gegeben. Diese müssten, wenn sich ein Mitarbeiter auf der Messe ansteckt, diesen aus der Produktion ausschließen, was gerade bei kleineren Unternehmen erhebliche Probleme verursachen könnte.

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Die Mitorganisatoren Sandra Perzul von der Agentur für Arbeit, Roland Streim von der Kreishandwerkerschaft und Jens Wucherpfennig von der Industrie- und Handelskammer unterstützen die Entscheidung. Laut Dr. Stefan Günther wurden im Landkreis bereits einige Personen auf das Virus untersucht. Alle Tests lieferten ein negatives Ergebnis. Trotzdem seien Vorsichtsmaßnahmen angebracht, so der Leiter des Gesundheitsamts.

Eine Durchführung der Jobmesse zu einem späteren Zeitpunkt ist laut Jochner-Weiß aus Termingründen nicht geplant. VON ALFRED SCHUBERT

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