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Der Vorstand und die Geschäftsführerin der VHS Weilheim: (v.l.) Helmut Hornung, Kathrin Hauser-Weishaupt (Schriftführerin), Markus Loth (2. Vorsitzender), Andrea Marsch und Thomas Grün. 

Wegen Corona

VHS rechnet mit 50 Prozent Kursausfällen

Die Rechenschaftsberichte für 2019, die der Vorsitzende, die Geschäftsführerin und der Schatzmeister der VHS Weilheim in der Hauptversammlung abgaben, fielen durchwegs positiv aus. Heuer wird allerdings wegen der Corona-Pandemie mit einem Einbruch der Aktivitäten um 50 Prozent gerechnet.

Weilheim – Im vergangenen Jahr wurden laut Geschäftsführerin Andrea Marsch von 96 Dozenten 477 Kurse mit insgesamt 3049 Unterrichtseinheiten gehalten, die von insgesamt 4352 Teilnehmer besucht wurden. Die Gesamtzahl der Teilnehmerdoppelstunden betrug 27 307, rund 1800 mehr als im Jahr zuvor. Dies habe vor allem an den Sprachkursen gelegen, die zusammen mit den Kursen im Gesundheitsbereich über die Hälfte des Angebots der Volkshochschule ausmachen. Am Ende der Skala steht mit 22 Teilnehmern in drei Kursen der Bereich „Grundbildung“, zu der unter anderem die Alphabetisierung gehört.

2020 war bisher laut Vorsitzendem Helmut Hornung durch zwei entscheidende Veränderungen geprägt. Positiv ausgewirkt hat sich der Einstieg in den Verbund der Volkshochschulen im Landkreis, dem bisher schon Peißenberg, Peiting, Penzberg und Schongau angehörten. Sie bilden jetzt eine kommunale Arbeitsgemeinschaft, die über der Grenze von 30 000 Teilnehmerdoppelstunden liegt, ab der es staatliche Förderung gibt.

Der Zusammenschluss hat auch eine eigene Website mit der Adresse vhs-pfaffenwinkel.de. Damit wird laut Hornung eine größere Streuung des Angebots erreicht, wodurch mehr Teilnehmer von auswärts gewonnen werden. „Es entstanden die erhofften Synergieeffekte“, so der Vorsitzende.

Die zweite Veränderung kam durch die Corona-Pandemie. Über 200 Kurse mussten abgebrochen oder vollständig abgesagt werden. Nur ein Teil davon konnte auf Online-Betrieb umgestellt werden. Erst seit 15. Juni wird der Betrieb langsam wieder hochgefahren. So konnten 19 von 77 Sprachkursen wieder aufgenommen werden. Dennoch rechnet Hornung für 2020 mit einem Ausfall von mindesten 50 Prozent der Teilnehmergebühren, die in normalen Jahren mehr als die Hälfte der Einnahmen ausmachen. Als Reaktion wurden die Kursgebühren geringfügig erhöht. Die VHS würde aber weiterhin „Bildung zu sozial verträglichen Preisen“ anbieten, so Hornung.

Schatzmeister Thomas Grün präsentierte Zahlen zur Finanzlage. 2019 hatte die VHS Weilheim Einnahmen in Höhe von 394 000 Euro, 38 000 mehr als erwartet. Bei einem 50-prozentigen Ausfall der Kursgebühren würden sich die Einnahmen, zu denen auch Zuschüsse gehören, auf 299 000 Euro belaufen. Die Ausgaben würden sich auf 314 000 Euro belaufen, was an dem hohen Anteil an Fixkosten liege. So lagen die Personalkosten 2019 bei 117 000 Euro. Nicht zu den Fixkosten gehören die Honorare der Dozenten, die 120 000 Euro ausmachten.

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