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Mindestens 50-mal hat Renate Ahammer die Telekom-Hotline kontaktiert, weil ihr Telefon nicht funktionierte. Inzwischen ist ihr Bestattungsunternehmen wieder über Festnetz erreichbar. 

Ärger mit der Telekom

Von wegen schnelleres Internet

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Landkreis - Eigentlich hoffte Iris Schürer aus Iffeldorf, dass ihr das schnellere Internet der Telekom mehr Komfort bringt. Doch stattdessen bekam die Geschäftsfrau viel Ärger. Telefon und Internet fielen zeitweise komplett aus. Mit solchen Problemen ist sie im Landkreis nicht allein.

 Eine andere Betroffene ist Renate Ahammer, die in Weilheim eine Bestattungsfirma betreibt. Sie ließ sogar Tausende von Flyern mit ihrer Handynummer verteilen, da sie wegen der Umstellung aufs schnellere Internet tagelang über das Festnetz gar nicht erreichbar war. Mit der Aktion wollte sie finanzielle Einbußen verhindern. „Ich muss Tag und Nacht erreichbar sein“, so Ahammer, deren Mann, ein Anwalt, erste juristische Schritte gegen die Telekom einleitete. Mindestens 50-mal habe sie mit der Hotline der „Telekom“ telefoniert, sie verschickte Faxe und war, wie sie selbst sagt, „unglaublich hartnäckig“ – lange Zeit allerdings ohne Erfolg.

Nach zehn Tagen gelang es einem Telekom-Mitarbeiter dann, Ahammers Geschäftsnummer aufs Handy umzuleiten. Und nach dreieinhalb Wochen schaffte es ein anderen Mitarbeiter, den Festnetzanschluss wieder in Betrieb zu nehmen. Ahammer zeigte sich hocherfreut: „Der Mann hat gut zwei Stunden gearbeitet. Er war klasse.“

Wie bei Ahammer brach auch bei Iris Schürer an dem Tag, an dem die Umstellung auf das schnellere Internet erfolgen sollte, die Telefon- und Internetverbindung zusammen. Seitdem funktioniert das System einmal und einmal nicht, und auch mit der Rufumleitung aufs Mobiltelefon gibt es Probleme.

Schürer hat eine Werkstatt für sogenannte Epithesen, zu denen zum Beispiel Nasen- und Ohrenprothesen gehören. Auch sie klagt über finanzielle Einbußen, die durch die Telekom-Probleme verursacht würden. „Es könnte für mich den Ruin bedeuten, wenn ich nicht schon so lange im Geschäft wäre“, sagt Schürer, die Kunden gezielt darauf hingewiesen hat, dass sie nicht übers Festnetz zu erreichen ist.

Die Geschäftsfrau aus Iffeldorf behält sich zwar vor, gegen die Telekom zu klagen, glaubt aber nicht, dass ihr so ein Vorgehen etwas bringt: „Die finanziellen Ausfälle müssten nachgewiesen werden, was aber schwierig ist“, sagt Schürer. Einen anderen Schritt plant sie aber schon: Sie möche den Internetanbieter wechseln.

Von der Telekom war bei mündlichen und schriftlichen Anfragen keine Auskunft dazu zu bekommen, wie sie sich solche Störungen im Allgemeinen erklärt und warum es in manchen Fällen Wochen dauert, bis die Probleme behoben sind.

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