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Vorsicht, Pfütze: In der mit Wasser überfluteten Bahnunterführung im Bereich der Weilheimer Ammerschule verloren sieben Autofahrer ihr Kennzeichen.

“So etwas gibt es im Schnitt alle sieben Jahre“

Wegen Unwetter: Unfälle, überflutete Straßen und verlorene Auto-Kennzeichen

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Verkehrsunfälle, überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, ja, sogar aus der Halterung gerissene Auto-Kennzeichen – das Unwetter vom Dienstag hat seine Spuren hinterlassen.

Landkreis Besonders heftig waren die Niederschläge in Wielenbach. Wie aus Kübeln schüttete es dort. Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes regnete es zwischen 16 und 17 Uhr 45 Liter pro Quadratmeter vom Himmel. Eine gewaltige Menge. „So etwas gibt es im Schnitt alle sieben Jahre“, sagt ein Mitarbeiter des Wetterdienstes.

Die Wassermengen, die unter anderem aus der Kanalisation traten, überfluteten laut Bauhof-Leiter Peter Höldrich mehrere Straßen in Wielenbach. Bei drei Häusern drohte das Wasser in die Erdgeschosse zu laufen. Doch die Feuerwehrkräfte verhinderten dies, erzählt Höldrich. „Mit Hilfe von Sandsäcken konnten wir das Wasser rechtzeitig stoppen.“

Kuriose Fundstücke entdeckte die Weilheimer Polizei an der Bahnunterführung im Bereich der Ammerschule. Sieben Auto-Kennzeichen lagen laut Hauptkommissar Michael Zinkl in dem angestauten Wasser. „Vermutlich wurden sie beim Durchfahren des überfluteten Bereichs aus der Halterung gerissen“, sagt er. Wer sein Kennzeichen vermisst, kann dieses an der Weilheimer Inspektion abholen. Dort sind alle sieben aufbewahrt.

Neben dem vielen Regen setzte ein Blitzeinschlag dem Straßenverkehr in der Kreisstadt zu. Gegen 17.30 Uhr brachte er laut Polizei mehrere Ampeln zum Stillstand. Betroffen waren die Anlagen am Amtsgericht, an der Kreuzung Pütrichstraße/Kaltenmoserstraße sowie am Übergang von Fußgängerzone und Münchener Straße. Die Feuerwehr Weilheim sorgte an acht Einsatzorten innerhalb der Stadt für Sicherheit und versuchte unter Einsatz eines Wassersaugers, mehrere Keller vor dem Vollaufen zu bewahren. Größtenteils mit Erfolg, sagt stellvertretender Kommandant Stefan Herbst. „Wir haben die Lage alles in allem gut gehändelt.“

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