Einige Schaufeln Sand symbolisierten den Beginn der Bauarbeiten. Von rechts Andreas Wild (Projektleiter), Dr. Klaus Bachfischer (OfZ), Josef Geiger, Markus Loth, Andrea Roppelt (Stadtbaumeisterin), Dr. Wolfgang Vogt (OfZ) und die Architekten Annette Rill und Florian Lechner. Foto: gro

Weilheim

Ein Ärztehaus für 15 Millionen Euro

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Weilheim - Ein neues Ärztehaus in Weilheim soll Platz für 20 Fachärzte, eine Apotheke und ein Sanitätshaus bieten - bis Ende 2017 solle es fertiggestellt sein.

Was haben die Allgäuer da zu suchen? Diese Frage stellte Josef Geiger gestern Vormittag beim symbolischen Spatenstich für das Ärztehaus an der Johann-Baur-Straße, und er gab auch gleich die Antwort: Die Firma „Geiger“ mit Sitz in Oberstdorf errichtet das Ärztehaus nicht nur, sie wird es auch betreiben. Und zwar über die „JPJ-Vermögensverwaltungsgesellschaft“, wobei die Initialien JPJ für die drei Cousins Johannes, Pius und Josef Geiger stehen, die Geschäftsführer der Unternehmensgruppe „Geiger“.

Größter Mieter: Das Orthopädische Fachzentrum

Diese investiert in das in der Weilheimer Ärzteschaft nicht unumstrittene Vorhaben mit seinen rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche und rund 100 ober-und unterirdischen Stellplätzen rund 15 Millionen Euro, so Josef Geiger am Rande des Spatenstichs. In dem Zentrum, das nach 17-monatiger Bauzeit Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein soll, werden rund 20 Fachärzte in mehreren Praxen, ein Sanitätshaus und eine Apotheke Platz finden. Größter Mieter wird mit rund zehn Ärzten das Orthopädische Fachzentrum (OfZ), das von der Deutenhausener Straße an die Johann-Baur-Straße umziehen wird, inklusive des ambulanten OP-Zentrums, so Dr. Wolfgang Vogt.

Grundstück hat vier Jahre lang brach gelegen

Eingestiegen in das ursprünglich von Medizinern der „Planungsgemeinschaft Ärztehaus Weilheim GmbH“ geplante Projekt ist die Firma „Geiger“ im Oktober 2015. Über einen gemeinsamen Bekannten von ihm und Vogt sei der Kontakt zustande gekommen, so Geiger. Die „politische und sonstige Gemengelage“ in der ersten Stadtratssitzung habe ihn dann aber doch erstaunt, so Geiger weiter. Die Unstimmigkeiten zwischen Ärzten und dem Krankenhaus bedauere er sehr, so Geiger, das Unternehmen strecke jedoch die Hand aus zu einem „vernünftigen Miteinander“.

„Die Stadt steht hinter dem Projekt, wir sehen Synergieeffekte“, stellte Weilheims Bürgermeister Markus Loth fest. Loth erinnerte daran, dass das Grundstück viele Jahre brachgelegen habe, weil es lange gedauert habe, Erben des verstorbenen Eigentümers zu finden. Wunsch der Stadt sei gewesen, dass das Areal dem Krankenhaus zugute kommt. Das Ärztehaus sei dann 2013 ins Gespräch gekommen.

Die Firma „Geiger“ wurde 1923 gegründet. Sie hat rund 2000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 400 Millionen Euro.

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