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Die Bäume am Spielplatz an der Ammer in Weilheim stören einen Anwohner.

Mann lässt nicht locker

Schatten im Garten: Anwohner stört sich an Bäumen auf Spielplatz - Stadt sieht das anders

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Einer der Spielplätze an der Ammer in Weilheim ist schattig und von Grün umgeben - eigentlich positiv. Doch ein Anwohner stört sich daran - und fordert, dass eingegriffen wird.

Weilheim – Weil sie sein Wohnhaus und seinen Garten „stark verschatten und beeinträchtigen“, hatte ein Anlieger bereits 2018 die Ausdünnung und Fällung großer Bäume auf dem städtischen Kinderspielplatz am Huosiring beantragt. Die Begutachtung durch Vertreter der Stadt und Baumpfleger der Stadtwerke ergab damals, dass sämtliche Bäume auf dem Spielplatz-Areal „völlig gesund und in einem guten Zustand“ sind – und auch die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände zu den Nachbargrundstücken eingehalten werden. Fällungen wurden deshalb abgelehnt, doch ließ die Stadt die Bäume laut Stadtbauamt fachgerecht zurückschneiden und auch „das grenznah befindliche Gebüsch“ auslichten.

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Dem Anlieger genügt dies nicht, er bat erneut um eine stärkere Auslichtung, wie es in der jüngsten Sitzung des Weilheimer Bauausschusses hieß. Das Pflanzenwachstum in seinem Garten sei durch die Verschattung stark behindert, so argumentierte der Antragsteller, seine südostseitigen Zimmer seien merklich verdunkelt, und eine „angedachte Photovoltaikanlage“ habe unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn.

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Baumfällungen erteilte der Ausschuss jedoch erneut eine Absage – einstimmig. „Gegenüber dem Vorjahr ist es schon weitaus lichter geworden“, sagte Rupert Pentenrieder (BfW), der das Grundstück als Grünreferent des Stadtrats besichtigt hat, die Bäume seien bereits „auf ein Minimum zurückgeschnitten“. Diese Bäume seien gesund und „für den Spielplatz dringend notwendig“, betonte Pentenrieder – und fügte sein Credo an: „Laub und Verschattung sind einfach kein Grund für Baumfällungen.“

mr

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