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Geeignete Zwischenlösung? Über die hygienische Zustände in den WC-Kabinen beschwerte sich eine Schongauerin.

Aufregung in Weilheim

Bahnhofsklos lassen Kundin vom Glauben abfallen: „Ich bin wirklich nicht kleinlich, aber ...“

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Seit Ende Juli stehen am Weilheimer Bahnhof zwei mobile WC-Kabinen.  Eine Schongauerin beklagte nun die hygienischen Zustände in den Kabinen: Sie seien nicht benutzbar. 

Weilheim – Als „eine Zumutung“ bezeichnet Sonja Zeug, 65, die mobilen Toiletten am Weilheimer Bahnhof. Als die Schongauerin am vergangenen Wochenende vor der Rückfahrt nach Schongau eine der beiden Kabinen, die zwischen Gleis 1 und dem Bahnhofsgebäude stehen, benutzen wollte, war sie schockiert. „Mich hat es so geekelt“, sagt sie, „die Toilette konnte man nicht mehr betreten.“

Aufgestellt wurden die beiden WC-Kabinen ohne Wasseranschluss Ende Juli. Nachdem die Bahn die Toiletten im Gebäude wegen ständiger Beschädigung dauerhaft geschlossen hatte, mietete die Stadt die Toiletten als „Notlösung“ an, wie Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt betonte (wir berichteten). Die Kabinen würden „Dixie-Klos auf einer Baustelle“ ähneln, seien allerdings größer und behindertengerecht. Einmal pro Woche erfolgt eine Reinigung. Bis November soll es noch dauern, bis schließlich eine neue, feste Toilettenanlage in Betrieb geht.

„Kann mir nicht vorstellen, dass Behinderte die WCs benutzen“

Doch selbst wenn es sich nur um eine vorübergehende „Notlösung“ handelt, hält Zeug die jetzige Toilettensituation für nicht tragbar. „Ich bin wirklich nicht kleinlich und weiß auch, dass öffentliche Toiletten immer ein etwas schwieriges Thema sind. Aber so geht es nicht“, sagt sie, „man kann sich in den Kabinen nicht aufhalten.“ Aus ihrem Bekanntenkreis habe sie ebenfalls Beschwerden gehört. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Behinderte die WCs nutzen“, so Zeug weiter, „wenn es so verdreckt ist, will man dort doch nicht mit dem Rollstuhl hineinfahren.“

Auch an Roppelt persönlich hat sich die Schongauerin wegen der verschmutzten Anlagen schon gewandt. Die Stadtbaumeisterin sieht derzeit allerdings keine andere Lösung. Weitere Beschwerden über die Toiletten habe es bei der Stadt bisher allerdings nicht gegeben, betont sie. „Es ist für den Übergang“, sagt Roppelt, „ab Mitte oder Ende November wird dort eine komplett neue Anlage stehen.“ Die Kosten von rund 1500 Euro für die mobilen Toiletten habe die Stadt übernommen. „Wenn die Kabinen täglich gereinigt würden, kämen wieder Beschwerden, dass es zu teuer wird“, so die Stadtbaumeisterin weiter, „ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll.“

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In einem Kindergarten in Burggen gibt es ebenfalls Diskussionen über den Zustand der Toiletten: Eltern und Erzieher sind schockiert. 

Mit einer heftigen Ekel-Aktion schockte eine Kundin im Übrigen in einer Umkleidekabine in einem Schongauer Modemarkt. Danach kaufte sie einfach weiter ein.

Weilheim: Auch VdK-Vorsitzende ist schockiert über den Zustand der Toiletten

Annemarie Merker, Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Weilheim, hat sich schon längere Zeit mit dem Toiletten-Problem beschäftigt. „Der VdK hat sich lange darum bemüht, dass es am Bahnhof barrierefreie Anlagen gibt“, sagt sie.

Doch auch sie ist von dem jetzigen Zustand der Toiletten geschockt. „So etwas habe ich wirklich lange nicht mehr gesehen“, sagt sie, „in einer stand das Wasser bis oben hin – und überall lag Abfall.“

Zwar könnten Rollstuhlfahrer ihrer Einschätzung nach ohne Probleme in die Kabinen hineinfahren. „Doch ob sich das jemand antun möchte, ist die andere Frage“, sagt Merker. Die VdK-Vorsitzende sieht jedoch nicht nur die Stadt Weilheim in der Verantwortung, sondern auch die Benutzer der WC-Kabinen. „Wenn so mit den Toiletten umgegangen wird, braucht man gar keine aufstellen“, sagt sie.

nema

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