Baumfällung mit Motorsäge.
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Symbolbild

Zugspitzstraße

Weilheim: Baumfällung war „eine Frechheit“

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Unmut im Weilheimer Bauausschuss über eine unzulässige Baumfällung an der Zugspitzstraße - kurz bevor der Bebauungsplan „Zugspitzstraße Süd“ als Satzung beschlossen werden soll.

Weilheim – Kurz vor dem Abschluss steht der neue Bebauungsplan „Zugspitzstraße Süd“, der künftige Baumöglichkeiten in den großen Gärten der Wohnhäuser zwischen der Zugspitzstraße und dem Neubaugebiet östlich des Prälatenweges regelt. Am Donnerstag, 29. April, will Weilheims Stadtrat den Plan als Satzung beschließen.

Bei der Vorberatung vergangene Woche im Bauausschuss gab es keine größeren Neuerungen mehr für das Gebiet – aber großen Unmut über eine Baumfällung: Trotz der bestehenden Veränderungssperre habe ein Anlieger in seinem Vorgartenbereich einen der großen Bäume beseitigen lassen, die der Bebauungsplan explizit als „zu erhalten“ aufführt. Das Stadtbauamt hat daraufhin das Landratsamt eingeschaltet, das für die Ahndung zuständig ist. CSU-Stadtrat Stefan Zirngibl nannte die Fällung „eine Frechheit“ und mahnte dafür „eine Nachpflanzung und ein Bußgeld“ an.

In der jüngsten Runde des Bebauungsplan-Verfahrens brachten einige Anlieger erneut ihre Einwände gegen den Entwurf vor, der das Quartier grundsätzlich in zwei Bauzeilen gliedert und dazwischen einen rund zehn Meter breiten Grünstreifen festsetzt, der von jeglicher Bebauung freizuhalten ist. Dieser solle reduziert werden, fordern Betroffene – was die Stadt aber zurückweist: Dieser Grünstreifen sei „keine unzumutbare Beschränkung des Baurechts“ und wichtig für den Klimaschutz.

A propos Klima: Schottergärten, so hieß es im Ausschuss, sollen in diesem Bebauungsplan generell ausgeschlossen werden. Zirngibl sieht diesbezüglich auch in anderen Gebieten Nachholbedarf. „Man sieht in Weilheim vermehrt Schottergärten“, beklagte er, „was da zum Teil gemacht wird, zum Beispiel an der Schwaigerstraße, ist gelinde gesagt eine Katastrophe“. Die Stadt müsse sich „das genau anschauen“ und entsprechende Festsetzungen treffen.

Zurück zur „Zugspitzstraße Süd“: Angemahnt wurde von Anliegern, dass dort für vorhandene Gebäude und auch für Nebenanlagen wie Swimmingpools Bestandsschutz gelten müsse. Dies sei der Fall, beruhigte das Stadtbauamt: „Der Bestandsschutz wird durch den Bebauungsplan nicht beeinträchtigt.“

mr

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